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II. Kamerun.
Bei der Basler Mission wirkte in Duala 1 Missionsarzt mit 2 Krankenschwestern, 1 davon als Hebammen-Reiseschwester,
bei der Amerikanischen Mission im Ebolowa-Bezirk 1 bis 2 Missionsärzte,
bei der Baptisten-Mission 1 Krankenschwester.
II. Krankenbewegung.
In Duala, Viktoria, Kribi, Edea usw. haben nach den vorliegenden Listen während des Berichtsjahres 0529 Personen ausschließlich aller nicht in Regierungshospitälern behandelten Angehörigen der Schutztruppe und ausschließlich der in den Bahnlazaretten behandelten Europäer und Farbigen ärztliche Hilfe nachgesucht. Davon waren 561 Europäer mit 0153 und 5968 Farbige mit 83 111 Behandlungstagen. In Wirklichkeit ist die Zahl der ärztliche Hilfe Aufsuchenden in der ganzen Kolonie hinsichtlich der Farbigen immer eine vielfach größere gewesen, da in manchen Polikliniken, z. B. in Ebolowa und Jaunde, der Betrieb ein so großer war, daß bei dem Mangel an europäischem Personal eine genaue Listenführung ausgeschlossen war.
Der Krankendienst wurde in den Regierungshospitälern für Europäer und Farbige in Duala, Viktoria, Kribi, in den Regierungs- Farbigen-Hospitälern zu Edea, Jaunde, Ebolowa, Dschang, Bare, den Stationskrankenstuben der Militärstationen und den öffentlichen Polikliniken ausgeübt, ferner im Sanatorium Suellaba, im Hospital der Basler Mission zu Duala und in den Hospitälern der Amerikanischen Mission bei Lolodorf und Ebolowa.
Über ihre Tätigkeit berichten die einzelnen Anstalten folgendes:
III. Berichte der Gouvernementskrankenanstalten.
a. Regierungshospital Duala.
A. Europäer.
Am 1. April 1909 befanden sich 9 Kranke im Hospital; in Zugang kamen:
Im I. Vierteljahr. 51
„n. „ 9«
„ III. „ 86
IV. . ■ ■ 74
Summe . . 307.
Im ganzen wurden also 316 Personen behandelt.
Vom Zugänge gehörten dem Berufe nach
zum Gouvernement. 65
zur Schutztruppe. 30
„ Marine.35
„ Firma Lenz (Nordbahn).61
„ „ „ (Mittellandbahn) .... 35
Privatpersonen waren. 81
Summe . . 307.