Jahrgang 
1907: 1905/06
Entstehung
Seite
416
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B. Kamerun.

seit ca. 4 bis 6 Wochen besteht und mit mehr oder weniger starken Schweißausbrüchen verbunden ist. Malaria ist ausgeschlossen.

Kr. 185. Schnßverletzungen. Durch Schuß wur­den im Kampfe mit Eingeborenen 3 Personen verletzt:. Die Ver­letzungen wurden durch kleine Eisenstücke oder Schrote, mit denen der Eingeborene seine Vorderlader vollpfropft, verursacht. In einem Eall trat Schwarz wasser 2 Tage nach der Verletzung auf und führte zum Tode. Die übrigen Fälle wurden zusammen nach 00 tägiger Behandlung geheilt entlassen. Es handelte sich in letz­teren Fällen um Verletzungen nichtedler Weichteile.

15. Krankenabgaiig.

Von den im ganzen behandelten 219 Kranken gingen 204 93,2% als geheilt ab, 4 = 1,8% starben und 10 = 4,6% gingen anderweitig ab.

Außerhalb der militärärztlichen Behandlung starb 1 Mann, der auf der Jagd versehentlich durch einen Kameraden erschossen wurde.

Es starben demnach im ganzen 5 Mann = 5,9% der Iststärke.

Als tropendienstunfähig in die Heimat beurlaubt wurden im ganzen 8 Personen 9,5% der Iststärke.

Als Ganzinvalide wurden 5 entlassen = 5,2% der gesamten Iststärke.

b. Farbige.

A. Krankenzugang.

Vom vorigen Berichtsjahr waren 40 Fälle im Bestand ge­blieben.

In diesem Berichtsjahre kamen 1534 Fälle = 1721,7% der Iststärke in Zugang (im vorigen Jahre 155G,6%).

Hiervon wurden

958 im Lazarett 571 Revier

5 Lazarett und Revier

behandelt.

Bestand und Zugang beanspruchten im ganzen 17 302 Be­handlungstage, mithin jeder einzelne durchschnittlich 11 Behand­lungstage (im Vorjahre 13,3).

= 1075,2 °/oo = 640,9 %o = 5,6 %o