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A. Deutsch-Ostafrika.
Oberarmknoclien war anscheinend unverletzt, Akromion und Schulterblatt zertrümmert.. Es trat Heilung mit Ankylose des linken Schultergelenks ein.
Beim 4. Fall handelt es sich um eine Verletzung mit dem 7,62 mm Ganzmantelgeschoß einer Browningpistole aus nächster Nähe. Der Einschuß war 3 cm unterhalb der rechten Leistenbeuge, 1 cui nach außen von den großen Gefäßen. Der Schußkanal durchsetzte den ganzen Oberschenkel der Länge nach. Die Ausschußöffnung befand sich dicht oberhalb und außen vor der rechten Kniescheibe, war rund, von der Größe des Geschoßkalibers. Die Streckmuskulatur des Oberschenkels war verletzt. Starke Schwellung, geringe äußere Blutung. Das Geschoß lag unverändert neben dem Verletzten, es war unter der Hose hervorgeglitten. Über dem Einschuß waren die Kleider etwas verbrannt.
2. Generalsanitätsbericht über die Kaiserliche Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika für das Berichtsjahr 1903/04.
Erstattet von Stabsarzt Dr. Exil er.
A. Krankenzugang.
Die Jahresrapporte des Berichtsjahres 1903/04 ergeben gegenüber dem Vorjahre sowohl für die deutschen Militärpersonen als auch für die Farbigen niedrigere Zahlen der Krankenzugänge und der Behandlungstage. Die Iststärke der Europäer war geringer als im Vorjahre, die der Farbigen fast die gleiche.
Bei den deutschen Militärpersonen betrug
1902/03
1903/04
die Iststärke
162
130,5
die Zahl der Zugänge
388
348
der Behandlungstage .
. 4338
4269
der Todesfälle .
1
2
den Farbigen die Iststärke
. 1805,9
1786,9
die Zahl der Zugänge
. 2694
2276
der Behandlungstage .
. 40515
36245
der Todesfälle .
32
25
Der Häufigkeit nach ist das Malariafieber noch die wichtigste Krankheit. Bei den Europäern waren im vorigen Jahre 209 Ma-