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1907: 1905/06
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V. Deutsch-Neu-Guinea. A. Herbertshöhe.

Fäkalien mit Saprol und dergl., Vernichtung der Fliegenlarven, Verbrennung aller Kehrichthaufen und überhaupt peinlichste Sauberkeit in den Häusern und deren Umgebung würden am besten der Seuche Einhalt gebieten.

4. Vergiftung.

Ein Chinese, ein alter Opiumraucher, der auch durch Malaria­fieber geschwächt war, starb an Opium-Cachexie.

5. Beri-Beri.

20 Fälle, gleich 2 % aller Erkrankungen bei Farbigen, wurden nur bei Farbigen beobachtet, und zwar betrafen die 20 Erkran­kungen: 8 Chinesen und 12 Melanesen. Die 8 Chinesen hatten sich in Hongkong als blinde Fassagiere auf den Postdampfer ge­schlichen und wurden in das Gefängnis in Simpsonhafen ab­geliefert. Hier erkrankten sie bald, und es scheint, daß von ihnen die Krankheit ihren Ausgang nahm. Wenigstens stammten die Mehrzahl der wegen Beri-Beri aufgenommenen Melanesen eben­falls von Simpsonhafen.

Es kam fast ausschließlich die atrophische Form der Beri-Beri zur Beobachtung. 3 Kranke starben, 13 wurden, sobald sie ihre Bewegungsfreiheit wiedererlangt hatten, in ihre Heimat ab­geschoben.

II. Krankheiten des Nervensystems.

6. Paranoia.

Vor 3 Jahren kaufte ein etwa 28 jähriger Mann, der sich als Schriftsteller bezeichnete, von einer hiesigen Firma eine kleine Kokosnußpflanzung auf der 12 Seemeilen von Herbertshöhe gelegenen Insel Kabakon. Der Mann, namens E., der es auf der Schule bis zum Primanerzeugnis gebracht hatte, gehörte zu den so­genanntenNaturmenschen. E. hält völlige Rückkehr in den Naturzustand für das einzig Wahre. So geht er auf seiner Insel völlig nackt, läßt sich die Haare wachsen, die ihm schon bis über die Schulterblätter fallen, und lebt ausschließlich von Früchten. Er verehrt die Sonne als die alleinige Lebensspenderin. Die Früchte, die der Sonne am nächsten wachsen, das sind die Kokos­nüsse, seien daher die naturgemäßeste Nahrung. Durch dauernden Genuß von Kokosnüssen müsse man hier auf Erden allmählich zu dem von ihm erträumten Idealznstand kommen, einem ätherischen