Jahrgang 
1910: 1908/09 / hrsg. vom Reichskolonialamt
Entstehung
Seite
369
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Kasuistik: Malaria.

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Übersichtlicher wird die Krankenbewegung durch folgende Kurve.

Gestorben sind:

an Sepsis.3

Lungenentzündung .... 7

Lungentuberkulose .... 2

Dysenterie.14

Tuberkulose der Knochen und Gelenke.1

unbekannter Todesursache . 1

Sa.: 28

Von den Eingeborenen ist nie­mand gestorben.

28 Todesfälle bei 7165 Gesamt­erkrankungen entspricht einer Mor­talität von 0,4 °/ 0 .

Eine genaue Übersicht über die

Zahl der ambulanten Kranken,

vom 1. November 1908 bis 31. März 1909.

Krankenbewegungen im besonderen

über die einzelnen Krankheiten geben die beigefügten Nachweis­tabellen (Anlage I und II).

VI. Kasuistik.

a. Malaria.

Von den einzelnen Krankheiten erwähne ich zunächst die Malaria.

In den meisten Fällen handelte es sich um Malaria tropica, Ter­tiana wurde seltener beobachtet meist unter Europäern. Quar- tana kam in der Berichtszeit nicht zur Beobachtung.

Die Malaria-Erkrankungen verliefen oft mit sehr schweren All­gemeinerscheinungen, Bewußtlosigkeit und äußerst heftigem Brech­reiz.

Interessant war oft das Mißverhältnis zwischen der Schwere des Anfalls und der Zahl der im Blutausstrich gefundenen Parasiten. Von den 52 in Simpsonhafen und Matupi wohnenden Europäern wurden wegen Malaria ärztlich behandelt: im November 3, Dezember 1908 4, Januar 1909 8, Februar 4, März 6.

Die absoluten Zahlen entsprechen nicht der Wirklichkeit, da viele Europäer ihren Anfall selbst behandeln und nur bei schweren Er­krankungen den Arzt zu Rate ziehen.

Die Zahl der im Eingeborenen-Krankenhause behandelten Ma­laria-Kranken veranschaulicht folgende Kurve:

Medizinalberichte über die deutschen Schutzgebiete. 1908/09.

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