Kasuistik: Malaria.
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Übersichtlicher wird die Krankenbewegung durch folgende Kurve.
Gestorben sind:
an Sepsis.3
„ Lungenentzündung .... 7
„ Lungentuberkulose .... 2
„ Dysenterie.14
„ Tuberkulose der Knochen und Gelenke.1
„ unbekannter Todesursache . 1
Sa.: 28
Von den Eingeborenen ist niemand gestorben.
28 Todesfälle bei 7165 Gesamterkrankungen entspricht einer Mortalität von 0,4 °/ 0 .
Eine genaue Übersicht über die
Zahl der ambulanten Kranken,
vom 1. November 1908 bis 31. März 1909.
Krankenbewegungen — im besonderen
über die einzelnen Krankheiten — geben die beigefügten Nachweistabellen (Anlage I und II).
VI. Kasuistik.
a. Malaria.
Von den einzelnen Krankheiten erwähne ich zunächst die Malaria.
In den meisten Fällen handelte es sich um Malaria tropica, Tertiana wurde seltener beobachtet — meist unter Europäern. — Quar- tana kam in der Berichtszeit nicht zur Beobachtung.
Die Malaria-Erkrankungen verliefen oft mit sehr schweren Allgemeinerscheinungen, Bewußtlosigkeit und äußerst heftigem Brechreiz.
Interessant war oft das Mißverhältnis zwischen der Schwere des Anfalls und der Zahl der im Blutausstrich gefundenen Parasiten. Von den 52 in Simpsonhafen und Matupi wohnenden Europäern wurden wegen Malaria ärztlich behandelt: im November 3, Dezember 1908 4, Januar 1909 8, Februar 4, März 6.
Die absoluten Zahlen entsprechen nicht der Wirklichkeit, da viele Europäer ihren Anfall selbst behandeln und nur bei schweren Erkrankungen den Arzt zu Rate ziehen.
Die Zahl der im Eingeborenen-Krankenhause behandelten Malaria-Kranken veranschaulicht folgende Kurve:
Medizinalberichte über die deutschen Schutzgebiete. 1908/09.
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