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V. Deutsch-Neu-Guinea. JB. Simpsonhafen.
Außerhalb der Station — im Bezirk Simpsonhafen — waren noch ansässig:
Rassen
Männer
Frauen
Kinder
Europäer.
27
12
3
Chinesen.
ö
Malaien.
1
,1 apaner.
1
Samoaner.
3
i
Fidschi-Insulaner.
4
2
ü
Summe . .
37
IS
10
Hierzu kommen noch die freien Eingeborenen, deren Zahl nicht genau festgestellt werden konnte — schätzungsweise etwa 15 bis 20 000 .
III. Personal und Krankenanstalten.
Das Heilpersonal bestand aus 1 Arzt und 1 Heilgehilfen.
An Krankenanstalten sind vorhanden:
1. Das Gouvernements-Krankenhaus für Farbige, das bis zum 31. März 1909 auf der von der Firma Hernsheim & Co. gemieteten Farm Rabaul stand. (Am 1. April 1909 wurde das neue Gouvernements-Krankenhaus für Farbige in Betrieb genommen.)
2. Ein kleines Krankenhaus der Firma Hernsheim & Co. in Matupi.
Während durch die eben erwähnten Krankenanstalten füi die ärztliche Behandlung der in Simpsonhafen wohnenden farbigen Arbeiter usw. gut gesorgt ist, liegt sie bei den freien Eingeborenen noch recht im argen. Die Zahl der im Krankenhause behandelten freien Eingeborenen ist zwar stetig im Steigen, aber noch sehr klein. Es handelt sich nur um Leute, die durch die Mission oder auf ärztlichen Dienstreisen mit der europäischen Heilkunst in Berührung gekommen waren.
Die Mission nimmt sich in dankenswerter Weise der Kranken an und wird hierin durch kostenlose Verabreichung von Arzneien und Verbandstoffen innerhalb gewisser Grenzen unterstützt.
Die Notwendigkeit und der Wunsch, häufiger ins Innere zu reisen, um das Vertrauen der freien Eingeborenen zu gewinnen bzw. zu heben, muß leider meist zurückstehen hinter der vielen notwendigeren Arbeit innerhalb der Station selbst.
IV. Allgemeinsanitäre Maßnahmen.
1. Eingeborene Krankenpfleger.
Um die ärztliche Versorgung der freien Eingeborenen besser zu gestalten, wurde auf Veranlassung des Kaiserlichen Gouverneurs