158 II. Handels-, Verkehrs-, Land-, Minen- usw. Unternehmungen.
Gründer: Die Kommandit-Gesellschaft i. Fa. Arthur Koppel, Berlin; Paul Briske, Arthur Werther, Direktor Kechtsanwalt Felix Kallmann, Fritz Vollmer, Charlottenburg.
Zweck und Tätigkeit: Uebernahme und Fortbetrieb des Fabrikations- und Handelsgeschäfts der Firma Arthur Koppel; Fabrikation, An- und Verkauf von Material, Werkzeugen, Maschinen und sonstigem Bedarf zum Bau und zur Ausrüstung von Eisenbahnen, insbesondere von Feld-, Industrie-, Neben- und Kleinbahnen, sowie zu Brücken- und Wasserbauten aller Art, die Veräusserung und sonstige Verwertung von technischen Artikeln und allen Produkten der Eisenbahnindustrie, die Vermietung der zu vorgedachten Zwecken erforderlichen und geeigneten Anlagen, endlich die Uebernahme von Vorarbeiten, Bau und Betrieb von Feld-, Kleinbahnen und Anschlussgeleisen.
Die Uebergabe der Bahn an die Otavi Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft in Deutsch-Südwestafrika ist am 15. Dez. 1906 erfolgt.
Im Mai 1905 wurde eine Interessengemeinschaft mit der Aktiengesellschaft für Feld- und Kleinbahnenbedarf (vorm. Orenstein & Koppel) in Berlin auf die Dauer von 35 Jahren auf der Basis abgeschlossen, dass der beiderseitige Jahresgewinn zusammengeworfen und nach dem Verhältnis der jeweiligen Aktienkapitalien und Beserven verteilt wird. Auf Grund dieses Vertrages hatte die Aktiengesellschaft Orenstein Ii Koppel 1907 an Arthur Koppel 217 518 M. zu zahlen.
Niederlassungen und Besitztümer: Zweigniederlassungen in Buenos- Aires, Bochum, Calcutta, Camen, Düsseldorf, Hamburg, Mexiko. München, Leipzig, Schwerin, New York, Chicago, Paris, Antwerpen, Brüssel, London, Bilbao, Bordeaux, Gijon, Lille, Madrid, Mailand, Born, St. Petersburg, Johannesburg. Verkaufsfilialen in Cassel, Pitts- burgh und San Francisco. In Hoboken bei New York hat die Gesellschaft einen Lagerplatz käuflich erworben; sie besitzt ferner Grundstücke und Fabriken in Marten i. W. und in Koppel, N.-A.
Kapital: 10 000 000 M., eingeteilt in 10 000 Aktien ä 1000 M. Ursprünglich betrug das Kapital 9 000 000 M. und wurde laut Beschluss der Generalversammlung vom 15. Juni 1906 um 1000 000 M. erhöht. Die Ausgabe der jungen auf den Inhaber lautenden Aktien ist zu einem Kurse von 140 o/o erfolgt. Die jungen Aktien sind vom 1. Jan. 1907 ab dividendenberechtigt.
Stimmrecht: Jede Aktie eine Stimme.
Geschäftsjahr: 1. Jan. bis 31. Dez.
Generalversammlung: In jedem Jahre in Berlin in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres.
Bilanz am 31. Dez. 1907: Aktiva: Grundstücke 682 390, Gebäude 1 103 570, Bahnanlagen 89 909, Maschinen 693 833, Werkzeuge und Geräte 200 906, Mobilien und Utensilien 242 824, Modelle 1, Patente 1, Effekten 3 397 404, Beteiligungen 50 355, Rohmaterialien, Halb- und Fertigfabrikate 7 337 866, Debitoren 11 112 969, Kasse und Bankguthaben 523 258, Wechsel 384169, Kautionen 34 063, Aval-Debitoren 137 659, Vorausbezahlungen 32 736, Otavi Bahnbau 17 674, Blumenau- Hammonia-Bahnbau 181 936, transitorische Posten 156 253 M. — Passiva: Aktienkapital 10 000 000, gesetzlicher Reservefonds 472 546, Reservefonds II 250 000, Delkredere-Reservefonds 350 000, Hypotheken 103 577, Kreditoren 12 734129, Aval-Kreditoren 137 659, Otavi Bahnbau - Kreditoren 17 674, Blumenau - Ha.m.monia - Bahnbau - Kreditoren 181 936, transitorische Posten 299 323, Gewinn 1907 : 1 832 154 M.
Gewinn- und Verlustkonto: Debet: Unkosten 5 049 975, Abschreibungen 177 319, Zinsen 231 631, Gewinn 1 832154 M. — Kredit: Gewinnvortrag aus 1906: 171 957, Warenkonto 6 901 604, vertragsmässiger