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1902: 1902
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III. Die Karolinen-, Palau- und Marianen-Inseln.

Das von Spanien durch Kaufvertrag erworbene Insel­gebiet nimmt den Raum zwischen 22 0 N. und dem Äquator und zwischen 130 0 und 164° O. Gr. ein. Die Karolinen-Inseln mit der Palau-Gruppe besitzen nach Langhans einen Flächen­inhalt von 9003 qkm, von denen jedoch 7659 qkm auf Korallenriffe entfallen und nur 1 344 qkm bewohnbares Land bilden. Das Areal der Marianen beträgt 626 qkm. Die Gesamtbevölkerung kann auf 20 30000 Einwohner ge­schätzt werden; genauere Angaben liegen nur für einige Inseln vor.

Oberflächengestalt. Die Karolinen- und Palau-Inseln sind zwischen 5 0 und io° N. in einem langen, schmalen Bande von Ost nach West angeordnet und bestehen in der Hauptsache aus einer Vielzahl von Atollen, die zahlreiche kleinere Koralleneilande auf ihren Riffkränzen tragen; hohe Inseln von durchweg vulkanischem Ursprung sind Kusaie, Ponape, der Inselkern des Ruk-Archipels, Yap und die Gruppe der Palau-Inseln, ferner die Marianen-Inseln, die in einer Nord- Süd verlaufenden Reihe zwischen 13 0 und 22 0 N. und zwischen 141 0 und 152 0 O. sich erheben.

Die korallinischen Flachinseln ragen nur wenig über dem Meeresspiegel empor; sie sind mannigfachen Wandlungen und Veränderungen unterworfen, denn die Sturmfluten waschen den locker gefügten Boden leicht von der Riffhöhe fort und häufen Korallentrümmer und Sand an anderen Stellen des Atollkranzes zu neuer Inselbildung wieder auf.