Jahrgang 
1914
Seite
97
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Der Vortrupp

Z. Jahrgang Nr. H ^6. Februar ^9^

Das gleitende Brett.

„Sprecht nicht so oft vorn Brett, das durch den Schnee der Berge gleitet," so warnt uns zuzeiten ein wohlmeinender Freund; „nicht jedem eurer Leser gab es das Geschick, daß er mitgleiten darf — Arger erweckt ihr und Abneigung gegen euch bei denen, die zurück­bleiben müssen."

Aber wie sollen wir schweigen von dein, wes das Herz voll ist? And dürfen wir denn die unter den „Vortrupp"-Lesern, die in Nord­deutschlands Tiefebene Hausen, für so neidisch halten, daß sie es nicht tragen können, manchmal von etwas Schönem zu hören — und von etwas sehr Gutem dazu — das vielen von ihnen (und auch denen vielleicht nur für diesen Augenblick) nicht erreichbar ist. Nein, so kleinliche Gemütsart brauchen wir bei jemandem, der zu uns gehört, nicht zu gewärtigen; das Verlangen aber, die „unendliche Sehnsucht", wollen wir gerade auch bei ihnen wecken: auf daß sie sich, und sei es nur einmal im Leben, die Freuden des weißen Paradieses erringen — wenn's nottut, erzwingen. Unsern andern Lesern aber, den vielen in Süddeutschland, in Österreich, in der Schweiz — auch denen in und an den deutschen Mittelgebirgen — denen wollen wir so recht von Herzen zeigen, w a s sie besitzen.

Vom gleitenden Brett, vom Ski, reden wir hier, doch nicht als von dem Werkzeuge zu wettlauf oder wettsxrung inmitten beifalls- brausender Menge. Gewiß, Heil dem, der solche wette wagt, wenn er für sie geschaffen ist; Heil dem, der in ihr siegt. Und möchten viele „Vortrupp"-Freunde unter solchen Siegern sein — doch ein­zelne körperlich Auserwählte nur vermögen das, und nur die Jüng­sten. wir aber reden hier und heute vom Ski, wie er für ein ganzes Volk — vom Knaben und Mädchen bis zum Sechziger und zur Sech­zigerin — der Schlüssel sein kann zum Erdenparadiese.