336 Kiautschou. MTZETLZELELLE^LLLEL^E^
Tsinanfu (395 1cm), der Hauptstadt der Provinz Schantung, dem Verkehre übergeben werden konnte. Das Kohlenrevier bei Weihsien wird durch die Bahn durchschnitten, zu den Kohlengruben von Poschan führt eine Zweigbahn von Tschangtien aus in einer Länge von 40 1cm, die gleichfalls am 1. Juni 1904 eröffnet wurde.
Laut der am 1. Juni 1899 vom Reiche erteilten zu verteilen. Erreicht die Dividende eine be- Ban- und Betriebskonzession ist der Gesellschaft stimmte Höhe, so nimmt das Reich an den Ein- die Bestimmung der Tarife mährend der ersten nahmen teil zugunsten des Schutzgebietes. Durch zehn Jahre nach der Betriebseröffnung der Ge- die Tientsin-Pnkou-Bahn, die in Tsinanfu samtstrecke überlassen morden. Das Reich ist be- ans die Schantnngbahn stöstt, und deren Ban im rechtigt, bezüglich der Kohlentarife Höchstsätze auch Sommer 1908 begonnen ivurde, wird Tsingtau mit während der genannten Frist festzusetzen, und kann Peking im Norden und im Anschluß daran direkt nach Ablauf der ersten zehn Betriebsjahre von mit Europa, im Süden mit dem Aangtse auf dem fünf zu fünf Jahren Höchstsätze für den Personen- Schienenwege verbunden. Bon groster Bedeutung wie für den Güterverkehr bestimmen. Tie Ge- für die Ausschließung des südwestlichen Teiles der sellschaft ist in der Lage gewesen, in den letzten Provinz in Verbindung mit dem Schutzgebiete wird Jahren eine Dividende von 1 Prozent und mehr der Ban einer Eisenbahn n ach Jtschvnfn sein.
Im Jahre 1909 sind mit der Schantnngbahn 715 000 Personen und 650 000 t Waren befördert worden, darunter außer Kohle namentlich Sammelgüter, Holz, Petroleum, Eisen, Zucker, Papier, Baumwollengarn, Strohgeflechte. Sehr beträchtlich war die Zunahme in der Beförderung von Acker- bauerzeugnisseu.
4. Bergbau.
Wie die Eisenbahn als Mittel zur Hebung des Verkehrs ein unbedingtes Erfordernis für den Ausbau des Schutzgebietes Kiautschou bildete, so war die Anlage von Bergwerken zur Förderung der Kohle für die gewerbliche Entwicklung der Kolonie eine unerläßliche Bedingung. Die Sch antu n g- Bergbaugesellschaft hat die Durchführung dieser Arbeiten übernommen. Die Vorarbeiten, mit denen bald nach der Besetzung des Kiautschou- gebietes begonnen war, haben eine längere Unterbrechung durch die chinesischen Unruhen erlitten. Das zuerst angegriffene Weihsienfeld ist jetzt mit zwei Schachten ausgebaut. Im Poschantale sind die Arbeiten ebenfalls so weit zum Abschluß gebracht, daß eine gute Kohle gefördert wird; Ende Juni 1909 wurde dort die Kohlenwäsche am Tsetschuanschachte in Betrieb genommen. Vom Oktober 1908 bis September 1909 wurden auf der Schan- tungeisenbahn 22 270 Wagenladungen Kohlen zu je 15 t befördert. Die Zahl der nach Tsingtau gebrachten und von dort verkauften und verschifften Kohlen stellt sich für denselben Zeitraum, wie folgt:
Weihst
angekvmmen
eukohle
verkauft oder verschifft
P o s ch a
angekommen
nkohle
verkauft oder verschifft
1969
gegen
'1908
95970 1
50147 t
93198 t
49613 t
40347 t
5928 k
33012 t
5513 t
Die Qualität der Poschankohle hat sich als sehr geeignet für moderne Schiffsfeuerungen mit künstlichem Zuge erwiesen. Das Kommando des Ostasiatischen Kreuzergeschwaders hat deshalb mit der Bergbaugesellschaft einen