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der neuen Stadt- nnd Hafenanlage abgebenden Hügel: Moltkeberg, Bisinarckbcrg, Diederichk-berg und Jltisberg. Zwischen den einzelnen Nerg- reihen erstrecken sich breite Täler. Hier bietet sich reichlich Gelegenheit zur Landwirtschaft, »nd infvlgedessen hat sich hier die Bevölkerung in dichten Scharen niedergelassen. Ta, wv die Bv- dcnforin eine unmittelbare Anlage vvn Feldern nicht zulüfft, sind die nötigen Flächen durch zahl
reiche, oft mühsam mit Steinwüllen hergestellte Terrassen geschaffen. Die Grenze des nördlichen Teiles des Schutzgebietes geht vom Gelben Meer östlich der Halbinsel Nani;nn aus ans dem Kamm des Lauscha» nach Norden bis etwas über den Hotnngpaff, biegt dann auf dem Kamm eines Ausläufers des Gebirges nach Westen um nnd verläuft schliesslich in der Ebene am nördlichen Ufer des Paischaho bis zur Kiautschonbucht.
Bucht bei Schatsgkon.
Die Verhältnisse auf der südlichen Halbinsel sind ähnliche, jedoch ist der Boden daselbst weniger fruchtbar und die Bevölkerung daher nicht so dicht. Für die Entwicklung des Schutzgebietes kommt diese Halbinsel nicht in Betracht. Die Grenze wird hier von einem etwa ans dem sechsten Jahrhundert n. Ehr. stammenden alten Kanal gebildet, der von einer tiefen Bucht, jetzt Arkonasee benannt, aus einen zweiten Eingang in die Kiautschonbucht bildete. Der außerhalb des eigentlichen Schutzgebietes gelegene Teil der Hochwassergrenze in der Bucht ist ebenfalls in unser Gebiet mit einbezogen worden, damit diese Bucht selbst ausschließlich uns zur Verfügung steht. Die Küste hinter diesem Teile der Hochwassergrenze ist flach. Als einziger innerhalb der Hochwassergrenze liegender Ort ist der auf dem Watt erbaute Platz Taputou, der Hafenplatz der Stadt Kiautschou, an das Deutsche Reich gefallen.
Die von der Hochwassergrenze umsäumte Bucht hat eine Länge und Breite von rund je 24 üm, jedoch wird der für Schiffe brauchbare Teil durch die weiten bei Niedrigwasser trocken fallenden Flächen beträchtlich eingeengt, so daß für größere Schiffe nur eine Fläche von etwa 10 üm Durchmesser übrig bleibt. Die Einfahrt zur Bucht ist in einer Breite von über 2,6 üm für die größten Schiffe tief genug. Im Osten der Bucht ist außerdem noch eine tiefe, 9 üm lange und 1,5 üm breite Rinne vorhanden. An dieser Rinne ist der Hafen gebaut.
2. Das Klima.
Das Klima rm Kiautschougebiet wird in erster Linie durch die Monsune bedingt. Hiernach herrschen im Sommer südliche Winde, die über weire Meeresflächen streichen, im Winter nördliche Winde, die das kalte, trockene Kontinentalklima bis zu den Küsten und sogar über diese hinaus tragen. Es sind