Die (eingeborene) Bevölkerung. 129
wie bei
nicht so fast die einzelnen Volker-
Sitten, Gebräuche und religiösen Verhältnisse.
Hier heißt das trennende Moment nicht so fast Bantu-, Sudan neger, Fulbe usw., sondern Heide und Mohammedaner; also den Familienverhältnissen. Es bieten also gruppen die Unterscheidungsmerkmale als vielmehr die Religion.
Sitten, Feste, Familienbräuche usw. regeln sich beim Mohammedaner nach dem Koran. Aber nur beim mohammedanischen Nicht-Neger, also demFulbeundAraber.
Der mohamme- da nische Neger schließt sich in Sitten und Gebräuchen eng an seine heidnischen Volksgenossen an.
Zum Islam bekennen sich in Kamerun die Araber und Fulbe; dann die Ka- nuri,Makari, die nördlichsten Musgustämme und wohl der größte Teil der in den Familien der Fulbe lebenden Hörigen und Sklaven der Sudanstämme (27). Auch viele unabhängige Sudanheidenvölker haben, wenn auch nicht die Religion, so doch die Äußerlichkeiten des Islam angenommen. Sehr viel haben dazu die Haussa beigetragen, sowie die eben genannten Wandersänger und Mallem.
Gleichwie Industrie und Gewerbe schon gelegentlich der voraufgegangenen Schilderungen der anderweitigen ethnographischen Verhältnisse Erwähnung fanden, so ist das fast noch mehr der Fall mit den eigentlich in dieses Kapitel gehörenden Momenten. Überdies ist im Rahmen unserer Werschau ein Eingehen ans die tausenderlei kleinen Verschiedenheiten der Unzahl von heidnischen Ba n't u- und Sudanneger stämmen unmöglich —
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Da^ überseeische Denischlaiid.
Bekleidung und Haartracht der Baliweiber (Lndannegers. (Nach Photographie von Zintgraff.)