Periodicaltome 
Bd. 1 (1911)
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Die ieins>cborene) Bevölkerung. 115

geht aus der oben gegebenen Schilderung der massiven Einzelgebäude her­vor. Sie erinnern an die Berberstädte in den Oasen der algerischen Sahara und dürften auch gleichen Ursprungs sein (27).

Ackerbau und Viehzucht.

Die Felder und Pflanzungen der Bantustämme, die sogenannten Farmen, liegen wie die Dörfer in gerodeten Urwaldlichtungen, ans Dorf anschließend oder davon getrennt.

Dem Allste des Europäers machen sic einige dem wirren Pflanzenwnchse, wie ihn die Statur wenige Stämme ausgenommen rillen ziemlich hervorbringt. Hier ist's gerade umgekehrt: die verwahrlosten Eindruck. Denn wir verbinden nn- Menschenhand scheint nur verwüstet zu haben. Die willkürlich mit dem Wort: Pflanzungen, Felder Bäume, vielfach infolge der Pfeilerbildnng am und dergleichen die Anschauung, das; die Mcnschen- Wnrzelende ganz bedeutend breiter als weiter Hand da gewissermaften Ordnung geschaffen hat in oben, werden deshalb von den Eingeborenen in

Palmölznbereitnng.

(Nach Photographie von Tcßmaim; Pangwcexpcdition.)

einer Höhe von etwa 8 bis 5 m über dem Boden liegen und stehen. Von den gestürzten Urwald­geschlagen. In den Farmen fällt es ihnen dann riesen werden Äste und Zweige nur zum Teil nicht ein, die gefällten Stämme, Wnrzelstöcke »sw. abgchauen und wcggeschafft, und die Farm ist zu entfernen, wie es ans den für die Dorfanlage znm Anbau fertig. Wo der Boden frei ist, wird bestimmten Rodungen geschieht. Alles bleibt angepflanzt.

Die in diesen Farmen gezogenen Pflanzen, die einheimischen Kultur­gewächse einige haben wir schon früher kennen gelernt (S. 47 u. f.) finden sich bei allen Bantustämmen. Daß der eine oder andere Stamm diese oder jene Farmpflanzen überwiegend baut, ist selbstverständlich wie bei uns auch.

Es sind von Knollenfrüchten: Koko (^.rum esonlsntnm), Maniok (Nsmibot. utilissima), Mms (Oioseorea sativa), süße Kartoffeln; von Hülsenfrüchten: Erdnüsse (TVraolns ü^poAaea), Bohnen, Mais; dazu kommen als Baum­pflanzen: Olpalme, Weinpalme und Banane (und zwar lUu8a saxientum). Ferner werden gepflanzt die Flaschenkürbisse (UaAgnaria) zur Herstellung von Schüsseln und Schalen (Kalabassen), sowie das Zuckerrohr. Außerdem wird von einigen Stämmen Tabak gebaut, der übrigens auch wild wächst. In den Paundeweilern z. B. schließen sich an die querstehenden Versamm-