Periodicaltome 
Bd. 1 (1911)
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c) Klimatische Verhältnisse.

Kamerun ist das Land der Kontraste. Das ist uns entgegengetreten bei Betrachtung des geologischen Aufbaues, das haben wir gesehen bei der so verschiedenartigen Oberflächengestaltung, eben erst bei der Durchwanderung der grundverschiedenen Vegetationsreiche das wird uns ganz besonders auffallen,

wenn wir uns die meteorolo­gischen und kli­matischen Ver­hältnisse an- sehen.

Unsere Kennt­nis derselben ist bis znrStnnde noch recht lückenhaft und unvollständig. Nur von ivenigenOrten haben wir längere Beobachtnngs- reihen. Fiir daS Tsadseebecken »ins; man sogar die Be­obachtungen von Barth und Nachti- gal heranziehen,' für Adamana fran­zösische Aufzeich­nungen ans dein benachbartenOslen zu Hilfe nehmen.

Infolge der wechselnde:: Höhenlage vom Meeres­spiegel, an des­sen Ufern die zartesten Kin­der der tropi­schen Pflan­zenwelt gedei­hen, bis zur nackten Spitze des Mudongo ma Bakwedi,

Elefantensägcr der Zintgraffschen Expedition mit crbentcten gähnen. (Nach Photographie von Zintgrafs.)

infolge des Gegensatzes zwischen Urwald und Steppe und infolge der Tat­sache, daß der meteorologische Äquator durch das Schutzgebiet geht, zeigt das Klima die mannigfaltigsten Abstufungen zwischen drückender Hitze und empfind­licher Kälte und bemerkenswerte Unterschiede in der Regenverteilung. Im allgemeinen besitzt aber Kamerun infolge seiner äquatornahen Lage ein aus­gesprochenes Tropenklima, das sich durch eine beständige Wärme und eine außerordentliche Regenfülle auszeichnet (22).

Etwa auf dem dritten nördlichen Breitengrad vollzieht sich eine tief-