Zeitschriftenband 
Bd. 1 (1911)
Seite
34
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Vom verkehrswirtschaftlichen Standpunkt aus ist, wie früher schon an­gedeutet, viel wichtiger der ganz auf dem Südkameruner Hochland sich entwickelnde Njong.

Sein Unterlauf im Kiistenvorland ist ja frei- Perspektive. Bon eben genanntem AbongBlvang »ich auch durch Fälle und Schnellen gesperrt,- aber am Njong ist nur eine 5-0 llm breite Land- vom Hochlandrand an bis hinauf nach Abong- brücke bis zur Dnmestation am Dnme, nur der Mbäng ist er schiffbar. Das ist an sich schon ein Oberlauf des Kade'k, einesNcbenflnsses des Ssanga, stattliches Stück: über 300 üm. in unserem Schutzgebiete heisst. Bon der Dumc-

Nnn wird aber demnächst die Nkittellandbahn stativn ist der Flnff gen Osteil schiffbar gerade bis gebaut von Tnala über Edea bis Widimönge am zur Grenze, bis Destöle. Ein Schienenstrang ans Njong. Dadurch ist eine Bcrbindnng hergestellt dieser Landvrücke gelegt: und eine Verkehrsader vom Zentrum des Sttdkamernner Hochlandes bis ist eröffnet vom Atlantik bis zur Ostgrenze Ka-

See. mernns, in die gnmmi- und elfenbeinreichsten

Ja, v. Stein stellt eine noch iveitergehendc Landschaften der Kolonie.

Mit Nennung des Dnme-Kadei haben wir das Ssangastromsystem angeschnitten.

Dieser gewaltige Zufluß des Ubangi, eines der größtes: nördlichen Neben-' flüsse des Riesenstromes Kongo, entspringt in französischem Gebiet östlich Kunde. Durch zwei seiner westlichen Zuflüsse nimmt Kamerun teil an seinem Stromsystem, durch eben den Dnme und den Dsha.

Auch letzterer ist ans beträchtliche Strecken s300 rnnS ,- damit und namentlich dadurch, das; eben bis LOO llm), sogar mit Tampfpinassen, befahrbar, der ganze weitere Strvmlanf bis zur Kongomiin-

Ter Ssanga wie der Dsha sind mit Stücken dnng fremdstaatlich ist, sind sie nur lokale Ner- ihres Lanscs Grenzflüsse in der Siidostecke Käme- kehrsstraffen.

Ganz eigenartig sind die geographischen Entwicklungsverhältnisse des Dsha mit seinen Zuflüssen, des Dnme und des Njong. Ihr Ursprungsgebiet liegt auf einer, bereits oben (S. 31) erwähnten muldenförmigen Ebene, so daß man von einer Wasserscheide zwischen diesen Gewässern gar nicht reden kann, eher von einem neutralen Sumpfgebiet, das diese Flüsse und ihre Quellbäche speist. Daher auch die merkwürdige Kehrschleife, die der Dsha in seinem Oberlaufe beschreibt.Besonders auffallend ist, daß das Grund­gestein Gneis ist; und so ist diese, von Roterde, Sümpfen und Urwäldern be­deckte Gneis- und Granitquelllandschaft auf dem Südkameruner Hochland eines der interessantesten geographischen Probleme" (27).

Das Benne- und das Shari-Logone-System liegen nur mit ihrem Quellgebiet ans dem Hochland; mit ihrer ganzen weiteren Entwicklung in der dritten beziehungsweise vierten geographischen Zone.

Dem Bcnnö strömt eine Reihe von Ncbcnflüsfen man nicht selten L bis 6 m hinabsteigen muff,- in aus dem Hochland und dessen Nordabdachung zu. Fällen und Kaskaden von Höhen bis zu 30 m gehen Z" starkem Gesälle rauschen sie über steinigen fel- sie zu Tal. Das Gepräge all dieser Gewässer ist sigen Voden in eingeschnittenen Betten, zu denen stets das gleiche im ganzen Adamanahochland.

z. Die Massivregion von Adamaua.

Erreicht man, von Süden kommend, den Rand des Hochlandes von Südadamaua nördlich von Ngaumdere, so eröffnet sich einem eine neue Welt, ^äh stürzt das Plateau ab, und es folgen weite Diefebenen mit einzelnen steil anfragenden Bergen und Massiven. Die Fortsetzung der Hochebene von Süd­adamaua befindet sich gewissermaßen auf der Oberfläche der Massive- alles dazwischen gelegene Land aber scheint abgesunken zu sein." '

Ev ist unmöglich, den Aufbau der dritten orographischen Region Ka- meruns mit wenig Worten anschaulicher zu schildern als das Passarge mit dresen zwe: Sätzen getan hat (27). Sie wird durch das mauerartig steil