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f trotzdem sie als Alluvialwälder zu bezeichnen sind, enge Beziehungen zu der
ij Urwaldflora Kameruns erkennen lassen.
| Sehr zu bedauern ist es, dass Herrn Dr. Passarge nicht Gelegenheit gegeben
if war, längere Zeit auf den Hochsteppen von Ngaumdere zu sammeln. Denn
|: — wie ja auch von vornherein zu erwarten stand — die Flora dieses Gebietes
■ hat sich als ganz besonders reich an neuen und interessanten Formen erwiesen,
die theilweise deutliche Beziehungen zu den Florendementen der ostafrikanischen Hochländer und Gebirgssysteme erkennen lassen. Sichere Schlüsse sind eben leider bei der Kleinheit der Sammlung noch nicht zu ziehen, und doch bildet die letztere eine Grundlage, auf welcher später aufgebaut werden kann, die uns den ersten Einblick in die Flora eines bisher unbekannten Theiles von Afrika gewährt.
j In der nun folgenden Aufzählung der bis jetzt aus dem betreffenden Gebiet
bekannt gewordenen Pflanzen wurden die Arten nach ihrer Verwandtschaft aufgeführt und möglichst alle Notizen beigefügt, welche Herr Dr. Passarge mitgebracht hat. Die Zahlen geben die Herbarnummern der betreffenden Pflanzen an. Durch ein vorgesetztes * wird darauf hingewiesen, dass diese Art nicht gesammelt, sondern nach der Beschreibung mit mehr oder minder grosser Sicherheit rekognosciert wurde.
Jedenfalls darf das Kgl. botanische Museum zu Berlin, dem die Sammlung zum Geschenk gemacht wurde, Herrn Dr. Passarge seinen Dank nicht versagen, dass er mit solchem Eifer sich der botanischen Erforschung des von ihm durchreisten Gebietes angenommen hat. Besässe ein grosser Theil der Afrika durchkreuzenden PYrschungsreisenden dasselbe Interesse, so würden wir über die , pflanzengeographischen Verhältnisse dieses Erdtheiles schon bei weitem besser
orientirt sein!
Systematische Zusammenstellung.
. Cyperaceae.
3/. Scirpus coleotrichus Bcklr. — Yola 200—250 m ii. M. Wächst in Büscheln auf den blanken Sandsteinfelsen.
:,: Cyperus spec. — burabäia h. Dient zur Herstellung von Salz. Wächst in dichten Massen längs der Flüsse. (Solche Cyperusarten wurden mit ähnlichen Angaben auch von Pogge gesammelt.)
Palmae.
*Borassus flabelliformis L. — Giginya h., dübbi ful.. Die gelbfaserigen Früchte werden gegessen. Stellenweise in Exemplaren von 30 m Höhe. Anschwellung des Stammes niemals bedeutend.
:i: Phoenix dactylifera L. — Dabbmo h.. In manchen Dörfern des Benuethals häufig.