XVIII. KAPITEL.
Durch das Tschebtschi-Gebirge.
hne Störung verlief die Nacht bis auf einen Sturm, der gegen Morgen mit mächtigen Stössen einsetzte und mein Zelt umwarf. Wir waren schon früh unterwegs. Aus Bassille waren nur einige Marktweiber erschienen, vom König war nichts zu sehen. Der Marsch ging durch den Thalkessel am Rande eines Baches hin, 'welcher sich in seine eigenen hellgrauen Alluvionen ein Bett gegraben hat. Um halb neun Uhr standen wir vor den östlichen Bergen dieses Kessels und kletterten sodann einen sehr steilen, felsigen Abhang hinauf. Es war ein beschwerlicher Aufstieg, welcher die Träger und vor allem die Esel ausserordentlich anstrengte. Mit mehreren Ruhepausen erreichten wir um zehn Uhr die 300 Meter hohe Passhöhe. Das Gestein war grobkrystallinischer Granit, Gneisse und Amphibolite. Beim Aufstieg hatten wir einen prachtvollen Ueberblick über den Thalkessel und die ihn umrahmenden Berge bis zu dem zackigen H. Gambägani. Zu unseren Füssen lagen die Heidendörfer Gambori und mehr östlich Gangssorm, der Hauptort der Ebene. Wir konnten deutlich sehen, wie die Bewohner der ersten Stadt im Kreise zu einer Berathung zusammenhockten, uns beobachteten und schliesslich einen Boten nach Gangssorni abschickten. Jenseits der Passhöhe eröffnete sich ein ganz anderes Bild. Zu unseren Füssen ein tiefes Thal, zu welchem unser Bergrücken sehr steil abstürzte. Auf der anderen Seite erhob sich, wohl 600 Meter hoch, eine mächtige Bergwand, auf welcher eine horizontale Gesteinsdecke lagerte und aus dieser ragten einzelne hellgraue Kegel heraus. Man wurde sofort an die Verhältnisse auf dem Plateau von Ngaumdere erinnert, an dessen Basaltdecke und die Phonolithkegel
Initiale: Marabus.