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Adamaua : Bericht über die Expedition des Deutschen Kamerun-Komitees in den Jahren 1893/94 / von Siegfried Passarge
Entstehung
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Ngaumdere,

Ngaumdere 1 ), die Hauptstadt des grössten und reichsten Sultanats in Adamaua, des Fulbe-Staates, welcher am weitesten die Herrschaft des Islams nach Süden ausgedehnt hat, lag vor uns. Vor fast zwölf Jahren hatte zum ersten Mal ein Weisser, unser berühmter Landsmann Flegel, nach mühe- und gefahrvoller Reise die mächtige Stadt betreten, jetzt galt es, dieselbe definitiv dem deutschen Reiche zu sichern. Als sich die Karawane der Stadtmauer näherte, kam uns eine etwa zwanzig Personen starke Reitereskorte in prächtigen blauen , weissen und purpurrothen Gewändern auf reich aufgezäumten Pferden entgegenge­sprengt. Dicht vor Uechtritz, der, wie immer, an der Spitze ritt, parirten sie, schwenkten herum und setzten sich an die Spitze des Zuges. Anfangs ging es direkt auf die Stadt zu, welche mit einer hohen, zinnengekrönten Mauer und einem etwa drei Meter tiefen und ebenso breiten Graben befestigt ist, dann an diesem Graben entlang auf einem breiten Wege hin. Rechts dehnte sich eine Ebene bis zu den zackigen Granitbergen des PI. Beka aus. Schädel und Skelette von Menschen lagen am Wege entlang zerstreut, eine merkwürdige, aber charakteristische Dekoration für diese Stadt. Der Eingang zu ihr wird von einem hohen starken Sauri, das mit einem mächtigen Thor zu verschliessen ist, ver-

Kopfleiste: Gelleckte Hyäne.

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XV. KAPITEL.

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