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Adamaua : Bericht über die Expedition des Deutschen Kamerun-Komitees in den Jahren 1893/94 / von Siegfried Passarge
Entstehung
Seite
182
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X. KAPITEL.

Marrua.

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n dem heutigen Tage (23. Dezember), der uns nach der Haupt­stadt des Landes *) bringen sollte, waren wir schon früh auf. Die Umgebung des Lagers, eine vegetationsarme Fläche, be­stand vorwiegend aus Kalkknollen, und zeigte damit ihren Ursprung aus alten Flussablagerungen deutlich an. Wenig Gras mit einzelnen Dornbüschen und Bäumen bildete die Pflanzendecke; nur wo das Grundgestein grauer Granit als Buckel und Hügel hervorragte, hatte sich stellenweise eine dichtere Vegetation angesiedelt. Auf einem solchen Granit­hügel liegt der Ort Söngoia. Das Flussufer selbst aber säumten mächtige Fikusbäume und gewaltige Akazien ein. In der Ferne erhob sich der H. Lulu mit einem merkwürdigen, mindestens hundert Meter hohen glatten Thurm in der Mitte, der von Ndokulla aus nicht sichtbar ist. In dem Lager versammelte sich eine zwei- bis dreihundert Köpfe zählende Menschenmenge, welche zum grössten Theil aus Bewaffneten bestand und neugierig unseren Aufbruch beobachtete.

Wir passirten den Mao Büla und gingen Anfangs an dessen linkem Ufer entlang. Gegenüber lag der grosse Ort Soiigoia, aber auch auf unserer Seite

Initial: Streifenantilope.