VII. KAPITEL.
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Von Garua bis Uro Beridji.
rst in Garua konnten wir den Aufgaben, welche der Expedition gestellt waren, näher treten.
Dieselben lauteten, am oberen noch schiffbaren Benue einen Schutzvertrag abzuschliessen und eine Station zu begründen. Eine solche konnte nur zwischen der Einmündung des Mao Kebbi und Bubandjidda liegen. Zweitens sollte die Expedition in die Heidenländer zwischen Bagfrmi und dem Ubängi eindringen. Zur Erfüllung dieser Aufgabe gab es nur einen brauchbaren Weg, den durch Bubandjidda; denn auf dem nördlicheren Weg nach Lame und Läkka hatte Le Maistre bereits Verträge abgeschlossen; die Route über Ngäumdere aber hätte einen Umweg von sechs bis acht Wochen bedeutet. Die dritte Aufgabe lautete: von den Heidenländern aus nach Bagfrmi vorzudringen und diesen mächtigen Staat für Deutschland zu gewinnen. Die Route durch Bubandjidda hatte aber ihre grosse Bedenken; denn das Renommee dieses Staates war das denkbar schlechteste. Gegründet wurde derselbe durch den tapferen Heerführer Büba, welcher den Heidenstamm der Däma unterjochte und die mit Mauern und Zinnen befestigte Stadt Rei Büba erbaute. Der Name Bubandjidda ist zusammengesetzt aus seinem Namen und dem seiner Mutter, Djidda. 1 ) Infolge seiner Abgelegenheit und gestützt auf isolirte centrale Gebirgsstöcke hatte sich Bubandjidda sehr schnell von seinem Oberherrn in Yola unabhängig gemacht. Bereits zu Barths Zeiten (1851) lebte es mit ihm in heindschaft. Schon damals war der kriegerische Sinn seiner Könige berühmt und Barth berichtet von zwei grossen Expeditionen in den vierziger Jahren, auf denen der grosse Buba das Heer seiner Fulbe bis weit in die Heidenländer hineingeführt habe. 2 ) Das Verhältniss zwischen Bubandjidda und den Nachbarn hatte sich seit Barths Zeiten noch bedeutend verschlechtert. Der kriegerische Staat lebte mit Allen beständig im Kriege und hatte nach Westen und Süden,