137
Gummiwicklung bestehenden Kopf von 11,5 cm Umfang. Er erinnert also an einen europäischen Paukenschlägel.
Eine Resonanzöffnung ist nicht vorhanden. Als Resonator dient der Kessel selbst. Sein Eigenton ist etwa cis°. Die Felle geben bei der Untersuchung die Töne c° und d°. Die Originalspannung der Felle kann aber ja längst nachgelassen haben. Der Bericht sagt indes, daß es sich um zwei verschiedene Tonhöhen handeln solle. Der Klangcharakter ist der einer europäischen Pauke.
Verzierungen zeigt das Instrument nicht. —
M. 1126 (Tc,fel 33 Nr. 8), Kindertrommel ( daindjiggi) aus Tibati (Mbum).
Klassif. : 211. 11-6.
Das kleine Instrument besteht aus einer hohlen Kürbishälfte von der Form eines Kessels und ist mit einem dünnen Fell beklebt. Der Kessel mißt: Höhe 9, größter Umfang 31, kleinster Umfang 13 cm. Die Kürbisdecke ist 0,4 cm dick. Unten ist der Kessel auf. Die Öffnung mißt 3 cm im Lichten und bildet ein kreisrundes Loch.
Der Eigenton des Resonators ist es 1 , der Ton des Fells b 1 . Geschlagen wird das Spielzeug mit einem Winkelhakenstäbchen von 17,5 cm Stab- und 3 cm Hakenlänge. Der Schlägel besteht aus zwei dünnen Stückchen Rohrholz, die mit Bast verknüpft sind. Einen Trommelschlägel von derselben Form zeigt Ankermann 1 aus Togo.
Chordophone
M. 6S0 (Tafel 32 Nr. 9), Spießlaute aus Bumbo (Tikar).
Klassifik.: 321. 311-7(1).
Anker mann 2 gibt ein Saiteninstrument aus Togo, das dem hier beschriebenen durchaus ähnlich ist. Aus dieser Abbildung geht hervor, daß der Saitensteg wegen seiner leichten Verliei'barkeit mit einer Schnur versehen wird. Unser Instrument zeigt an seinem Halse eine spiralförmige Lederumwicklung und an der oberen Halsseite eine Kerbe zum Befestigen der Saite.
Die Maße der halbkugelförmigen Schale sind: Länge 21, Breite 23, Höhe 12cm; die beiden Halbmeridiane messen 36 und 37 cm, der Gesamtumfang beträgt 61 und 63 cm, der Deckenumfang 78 cm. Die Decke wird gebildet von einem Fell, das nicht ganz straff gespannt und etwa 1 mm stark ist. Das Fell ist 3 cm über dem Schalenrande angepflöckt und an den aufliegenden Stellen rings herum noch behaart.
Als Steg dient dem Instrument ein natürlicher Gabelast von 4 cm Höhe. Die Stegfüße sind 7,5 cm von einander entfernt. Oben weist der Steg ein eingekerbtes Lager für die Saite auf. Der Hals des Instruments wird gebildet durch das 39 cm aus der Schale hervorragende Spießende. Der Spieß selbst, ein runder grader Stab mit kurzem Gabelende, mißt im Umfang 6,5 cm. Als Tonerzeuger dient eine 45 cm lange Saite aus 30—40 aufgezwirbelten Pferdeschwanzhaaren. Die
1 A. a. O. S. 58, Abb. 143 c
2 A. a. O. S. 9, Abb. 9