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Teil 3 (1919) Beiträge zur Völkerkunde des Ost-Mbamlandes / unter Mitarb. von Theodor Mollison ... von Franz und Marie Pauline Thorbecke
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Vorwort

Dervorliegende 3. Teil meines Reisewerks bringtUntersuchungenzur Volk er­kunde des Ost-Mbamlandes. Die Erscheinungen im Leben des Menschen, die geographischer Betrachtung zugänglich sind, wurden im 2. Teil, in der Anthropo- geographie gegeben; um Wiederholungen zu vermeiden, ist das dort Ausgeführte, auch wo es ethnologischer Betrachtung fähig wäre, nicht noch einmal gesagt. Die beiden Bände ergänzen sich also, aber sie suchen Geographisches und Ethno­graphisches methodisch streng von einander zu scheiden.

Die einleitende Abhandlung von Theodor Mollison untersucht auf Grund unsrer kleinen anthropologischen Sammlung und unseres Abbildungsmaterials die anthropologische Stellung der Bewohner des Ost-Mbamlandes. Wilhelm Heini tz gibt in einer umfangreichen musikwissenschaftlichen Arbeit ein Gesamt­bild der im Ost-Mbamland heute gebräuchlichen Musikinstrumente, die in unsrer ethnologischen Sammlung vollständig enthalten sind, sowie eine eingehende Diskussion unsrer dazu geeigneten Phonogramme; im Anhang veröffentlicht er Transskriptionen von Vokal- und Instrumental-Aufnahmen. Beiden Mitarbeitern danke ich herzlich für ihre Beiträge.

Die Darstellung der Kultur der Tikar beruht im wesentlichen auf den Be­obachtungen und Erkundungen meiner Frau Marie Pauline Thorbecke geb. Berthold. Diese Aufnahmen imd die nur sehr spärliche Literatur über die Tikar haben wir gemeinsam zu vorliegender Abhandlung verarbeitet, die unter unser beider Namen erscheint; Aquarelle, Textfiguren und fast alle Photographien stammen gleichfalls von meiner Frau.

Auf Tafeln und im Text bezeichnet ein M. mit Ziffer die Nummer des ethno­graphischen Katalogs meiner Expedition; die Sammlung gehört der Stadt Mannheim.

Wo wir Tikar-Wörter geben, benutzen wir das Zeichen ch wie im Deutschen: als Rachenlaut nach a, o, u, als Gaumenlaut nach e und i und zu Beginn des Worts; i und ü bedeuten, daß sie nicht mit dem vorhergehenden Vokal im Diph­thong zusammengezogen werden, sondern getrennt zu sprechen sind.

Das Manuskript war im April 1918 abgeschlossen; für freundliche Hilfe beim Lesen der .Korrektur sind wir Professor Meinhof zu Dank verpflichtet.

Köln, im Dezember 1918

Eranz Thor b ecke