Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
Entstehung
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Die Leibeshöhe ist 2 3 /s mal in der Länge (ohne Schwanzflosse) enthalten, die Länge des Kopfes 3 3 /6. Der Augendurchmesser ist Vs der Kopflänge. Die hinteren Hälften der Rippen auf der Oberseite des Kopfes laufen parallel. Die Rückenflosse beginnt der Schnauze naher als der Wurzel der Schwanzflosse. Die Basis der Afterflosse ist gleich einem Drittel der Leibeslänge (ohne Schwanzflosse).

Kingani-Fluss (Playfair).

Ausserdem findet sich die Art an der ostafrikanischen Küste und in den Indischen und Malayischen Meeren.

Gattung: Megalops Laeepede.

Leib länglich, seitlich zusammengedrückt; Bauchkante im Querschnitt ge­rundet; Schuppen gross, fest haftend; Seitenlinie deutlich. Eine dünne Knochen­platte entspringt in der Kinn-Picke und legt sich zwischen die Unterkiefer-Hälften. Schnauze stumpf konisch, Mund an der Schnauzenspitze, der Unterkiefer vor­ragend. Bänder von Sammetzähnen auf den Kiefern, der Zunge und allen Knochen des Gaumens. Rückenflosse gegenüber oder unmittelbar hinter den Bauchflossen; Afterflosse etwas länger als die Rückenflosse. Kiemenhaut in der Mittellinie völlig getrennt.

Von den zwei Arten dieser Gattung bewohnt die eine den Atlantischen, die andere den Indischen Ocean; beide scheinen in das Süsswasser zu gehen (von der atlantischen Art wird es für den Senegal wenigstens von Rochebrune bestritten).

Megalops cyprinoidcs Broussonet.

Günther Cat. VII p. 471. Day, I'ish. Brit. Ind. p. 650 t. 159 f. 3.

D. 2/1719. A. 2 2225. L. 1 . 3742. L. tr. 56 1'6.

Die Bauchflossen stehen unter dem Anfang der Rückenflosse; die Ober­kiefer reichen bis unter den Hinterrand des Auges oder darüber hinaus.

Sansibar (Günther); Schire-P'luss (Kirk, Günther); Kingani-Pfluss (Stuhlmann). Die Art reicht von der Ostküste Afrikas über Madagaskar bis nach Indien, Ceylon, dem malayischen Archipel, China und Polynesien; sie scheint im reinen Meerwasser selten zu sein.

Familie: Muraenidae, Aal-artige Fisehe.

Leib verlängert, cylindrisch oder bandartig, nackt oder mit ganz zurück­gebildeten Schuppen. Keine Bauchflossen. Rücken-, Schwanz- und Bauchflosse in einen einzigen P'lossensaum zusammenfliessend. Die obere Kinnlade wird vorn von den Zwischenkiefern, seitlich von den Oberkiefern gebildet.

Die vielen Gattungen und Arten dieser P'amilie bewohnen die Meere und süssen Gewässer der Tropen und gemässigten Zonen. Im Siisswasser von Deutsch- Ostafrika ist bisher nur die Gattung der eigentlichen Aale aufgefunden worden.

Gattung: Anguilla Cuvier, Aal.

I 3 ie kleinen Schuppen sitzen versteckt in der dicken Haut. Oberkiefer nicht über den unteren vorspringend. Zähne klein, Bänder bildend. Kiemen- öftnung klein, am Ursprung der Brustflossen. Die Rückenflosse beginnt in be­trächtlicher Phitfernung vom Hinterhaupt.