Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
Entstehung
Seite
69
Einzelbild herunterladen
 

6g

Engraulicypris pinguis Günther. (Fig. 23.)

Proc. Zool. Soc. Lond. 1893 P- 627, Holzschnitt p. 627.

D. 11. A. 14. L. tr. 9 oder 10.

Der dunkel blaugrüne Rücken ist scharf geschieden von der Silberfarbe der Seiten und des Hauches; auch der Kopf ist silberig. Der Grund der Schwanz­flosse ist dunkel, dahinter bis zum Rande ein halbovaler heller Fleck. Nyassa-See (leg. J. A. Williams).

Ei<j. 23. Engraulicypris pinguis.

Familie: Clupeidae, Häringartige Fische.

Körper beschuppt, Kopf nackt; keine Hartfaden. Die Hauchkante ist häufig stark zusammengedrückt, schneidend, mit Verknöcherungen in der Mittellinie. Rand der oberen Kinnlade in der Mitte von den Zwischenkiefern, seitlich von den Oberkiefern gebildet. Keine Fettflosse. Rückenflosse nicht verlängert, Afterflosse manchmal sehr lang. Kiemenöffnung sehr weit.

Die meisten häringartigen Fische bewohnen die See, sehr viele gehen aber in das Hrackwasser und eine Anzahl von Arten dringt auch in die Siiss- wasserläufe. In Afrika finden sich sechs Gattungen der Familie vertreten, davon zwei in Deutsch-Ostafrika.

Schlüssel der Gattungen.

Hauchkante im Querschnitt scharf, gesägt.Pellona.

Hauchkante im Querschnitt rundlich, zwischen den Aestcn des Unter­kiefers eine längliche Knochenplatte.Megalops.

Gattung: Pellona Cuvier u. Valenciennes.

Leib seitlich stark zusammengedrückt, die Hrust- und Hauchkante kräftig gesägt. Schuppen von mittlerer Grösse. Unterkiefer vorragend. Mundspalte von mässiger Weite. Händer kleiner Zähne an den Seiten des Gaumes und auf der Zunge, keine in der Mitte des Gaumens. Afterflosse sehr lang; Rückenflosse hinter den Hauchflossen, zuweilen gegenüber den vordersten Strahlen der After­flosse. Hauchflossen sehr klein; der oberste Strahl der Hrustflosse kräftig. Schwanz­flosse tief ausgeschnitten.

Die Gattung findet sich in den tropischen Theilen des atlantischen und indischen Oceans und tritt in die Flussläufe ein. Afrika beherbergt drei Arten, Deutsch-Ostafrika eine.

Pellona imlica Swainson.

Day, Fish. Hrit. Ind. p. 644 t. 164 f. 4.

P. ditchoa Günther Cat. VII p. 455 - -- Günther-Playfair p. 122. I). 3/14. A. 3/36 37 - F. L 44 - F. tr. 1314.