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Allgemeine Einführung in die Gestalt-Verhältnisse
des Fisehkörpers.
An einem Fische der gewöhnlichen Form kann man stets ausser den Flossen drei grosse Körperabschnitte unterscheiden, nämlich den Kopf, Rumpf und Schwanz. Der erstere reicht von der Schnauzenspitze bis zu den Kiemenspalten, der Rumpf von da bis zum After bezw. Anfang der Afterflosse, der letztere von da bis zum Körperende.
Für die Bestimmungen der einzelnen Gegenden des Kopfes benutzt man am besten das Auge. Der Raum vor dem Auge wird als Schnauze bezeichnet, er trägt die beiden Nasenlöcher, welche mit Klappen oder Fäden versehen sein können. Das Maass der Schnauze von der Schnauzenspitze bis zum Vorderrand des Auges ist leicht in den Zirkel zu nehmen und deshalb sehr bequem zu benutzen; bei sehr schlankschnauzigen Fischen kann man es unmittelbar messen, bei breitschnauzigen muss man aber auf die Schnauzenspitze visiren, da sonst das Maass mit einer etwa vorhandenen Abbildung nicht stimmt. Ein gutes Maass giebt auch die Breite des Zwischenaugen-Raumes ab; man messe ihn stets in der kürzesten Entfernung der Mittelpunkte beider Augen. Die Mundspalte wird meist vorn vom Zwischenkiefer, seitlich von den Oberkiefern gebildet. Oeftnet man den Mund, so erblickt man oben und unten auf dem Kieferknochen Zähne von sehr verschiedener Form und in höchst mannigfacher Anordnung. Grössere, zwischen den kleineren stehende Zähne bezeichnet man als Hundszähne. Gleich hinter dem Zwischenkiefer findet sich in der Mittellinie des Gaumens ein vorstehender Höcker, das Pflugscharbein (Vomer), welches häufig mit Zähnen besetzt ist; ferner tragen die Flügelbeine, d. h. die seitlichen Theile des Gaumens, manchmal Zähne. Von den Kiefern entspringen manchmal Bartfäden, ferner können sie von fleischigen Lippen umgeben sein. Der schräg nach hinten und unten vom Auge gelegene Theil des Kopfes wird als Wange bezeichnet. Den hintersten Theil des F'ischkopfes bilden die Deckelstücke, deren wesentlichster der eigentliche Kiemendeckel ist, stets daran leicht kenntlich, dass sein Hinterrand an die Kiemenspalte grenzt. Vor ihm liegt der Vordeckel; weniger wichtig sind der Zwischen- und Unterdeckel, die am Unterrande der Kiemenöffnung gelegen sind. Der Rand des Kiemendeckels ist mit einem häutigen Saume versehen, welcher, wenn er mässig entwickelt ist, bei Längen-Angaben mitgemessen wird; in anderen Fällen ist es stets anzugeben, ob nur bis zum knöchernen Rande des Deckels gerechnet wird. Der zwischen den beiderseitigen Kiemenspalten auf der Brust bezw. Kehle vorhandene Raum wird als Isthmus bezeichnet; bei manchen Formen sind die beiderseitigen Kiemenspalten durch eine über den Isthmus als tiefe bezw. freie