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Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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Ant. Reichenow.

LIII. Zosteropidae Brillenvögel

Vögel von der Gestalt der Laubsänger, auffallend durch einen das Auge umgebenden weissen Federring; nur neun Handschwingen; Schnabel kurz, pfriemenförmig; I'ärbung vorherrschend grün und gelb. Insektenfresser, welche an Waldrändern und in Plantagen angetroffen werden. Ueber ihre Lebensweise fehlen eingehendere Beobachtungen.

602 . Zosterops flavilatcrulis Rchw.

(lüg. 95 )

Zosterops ffavilateralis Rchw. Journ. Ornith. 1892 p. 192.

L. 90100, F. 52 mm. Oberseits gelbgrün; Stirnbinde und Unterseite gelb; schmaler, nur aus 12 Federreihen gebildeter weisser Augenring. Mpwapwa, Taböra, Aruscha, Ussüre.

r . 603. Zosterops stuhlnianiii Rchw.

lug. 95. ^ *

Zosterops fl av il a t era li s. Zosterops stuhlvunnii Rchw. Journ. Ornith.

1892 p. 54.

L. 120, P\ 5661 mm. Gelbgrün; Stirnbinde und Unterseite gelb; schwarzer Zügelfleck; breiter, aus 34 Federreihen gebildeter weisser Augen­ring. Buköba.

604. Zosterops eiirvcricota Fschr. Rchw.

Zosterops eurycrieotus Fschr. Rchw. Journ. Ornith. 1884 p. 55.

L. 120, F. 58 mm. Gelbgrün; Zügelfleck schwarz; breiter, aus 34 Feder­reihen gebildeter weisser Augenring. Massailand am Maeruberg, Aruscha, Ki li ma - N djär o.

LIV. Nectariniidae Blumensauger

Schnabel spitz und dünn, gebogen, oft sichelförmig, Schneiden am vorderen Theile fein gezähnelt; Zunge lang und schmal, weit vorstreckbar, mit einer Längsrinne versehen und am Phi de in zwei P'äden auslaufend; zehn I land­schwingen. Die Blumensauger vertreten die Kolibris in der alten Welt. Die Männchen schillern meistens in den prächtigsten Metallfarben, die Weibchen haben unscheinbares grünliches oder grauliches Gefieder. Sie nähren sich von kleinen Insekten, welche sie nach Art der Meisen an Zweigen und Blättern umherkletternd suchen oder aus den Blüthen hervorholen. Ihr Flug ist schwirrend. Ihre beutelförmigen, oben geschlossenen und mit seitlichem Schlupfloch ver­sehenen Nester hängen an Busch- und Baumzweigen frei in der Luft. Die Pher sind sehr verschieden gefärbt, aber erst von wenigen Arten bekannt. Auf die weiblichen Vögel, welche zum Theil noch ungenügend bekannt sind, ist besonders zu achten. In dem folgenden Schlüssel und in den Beschreibungen ist die P'ärbung der Weibchen nicht beachtet, da diese einander so ähneln, dass sie nach Beschreibung kaum zu bestimmen sind.

Schlüssel der Arten:

I Rücken wie die ganze Oberseite prächtig erzglänzend: 9.

1. Rücken nicht erzglänzend, schwarz, braun, grau oder grünlich, bisweilen ( mit schwachem Stahlglanz: 2.