Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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VÖGEL.

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auf dem Halse, Unterkörper, breites Längsband auf dem Flügel und äussere Schwanzfedern weiss. Panganifluss, Ugogo, Rowuma, Tabora, Kakoma, Igönda, Irängi, Karema, Kageyi, Speke-Golf.

»Wo ich die Wittwenbachstelze angetroffen habe, ist sie ein treuer Haus­genosse des Menschen, der sich nur in nächster Nähe seiner Wohnungen sehen lässt. Von den erratischen Blöcken, welche, einsam aus der rothen Wellenebene des Landes aufragend, die Wagögodörfer umgeben, von der Tembe des Arabers in Tabora, vom kegelförmigen Strohdach der Wanyamwesihiitte, wie von den improvisirten Baracken des Karawanenlagers schmettert sie ihr lustiges Lied, das dem eines unverfeinerten Kanarienhahnes ganz überraschend ähnlich ist. Der Lockton ist durchdringend, zweilautig und durch den Kinyamwesi-Namen der Stelze recht gut wiedergegeben. Zutraulich kommt die Wittwenbachstelze bis unmittelbar vor die Thür der Hütten, lässt den Menschen dicht an sich herankommen und läuft lange vor ihm her, ehe sie sich entschliesst, ein Stückchen weiter zu flattern. Ja, ich beobachtete, dass sie schimpfend hinter unseren kleinen Hund Bado herrannte und sich mit ihm neckte, indem sie immer wieder seine Verfolgung herausforderte. Das Kopfnicken im Laufen und das Schwanzwippen hat sie ganz mit unserer M. alba gemein. Insekten fängt die Wittwenbachstelze äusserst geschickt, theils im Fluge, theils stossartig rennend, wobei man das laute Knacken des Schnabels hört. Die Jungen laufen piepend hinter den Alten her und lassen sich von ihnen ätzen«. (Böhm). Die Eier sind auf weissem Grunde dicht fahlbraun und grau gefleckt und messen 22,523,5 x 16 mm.

576. Motacilla longicauda Klipp.

Motacilla, longicauda Rüpp. N. W. 1835 p. 84 T. 20.

L. 180190, F. 7580 mm. Oberseits grau; weisser Augenbrauenstrich; Unterseite weiss mit schwarzem Kropfband; Flügel schwarz mit weissen Säumen an den grösseren und mittleren Deckfedern und den letzten Armschwingen; die mittleren Schwanzfedern schwarz mit weissen Säumen, die äusseren weiss. Ugogo, Kilima-Ndjäro.

577. Motacilla capensis L.

Motacilla capensis L. S. N. XII. 1766 p. 333.

L. 170180, F. 80 mm. Oberseits graubraun; weisser Augenbrauenstrich; grössere Flügeldecken und letzte Armschwingen mit weissen oder blassbräun­lichen Aussensäumen; Kehle weiss; schwarzes Kropf band; Unterkörper weiss, gelblich verwaschen, Weichen bräunlich; mittlere Schwanzfedern schwarzbraun, die äusseren weiss. Karägwe.

LII. Alaudidae Lerchen

Kralle der Hinterzehe gestreckt; Laufseiten nicht mit Längsschienen, sondern je mit einer Reihe vierseitiger Schilder bekleidet; zehn Handschwingen. Noch in höherem Grade als die Stelzen sind die Lerchen Bodenvögel, leben in Steppen und auf trockenen Feldern, halten sich stets auf dem Boden auf und bewegen sich schreitend, nicht hüpfend. Ihre Nahrung besteht in Sämereien, Pflanzenkeimen und Insekten. Die Männchen haben die Eigenschaft, sich singend mit flatternden Flügelschlägen fast senkrecht in die Luft zu erheben

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