Part 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
Place and Date of Creation
Page
193
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

VÖGEL.

193

546. Vidua serena (L.) Dominikanerwittwe

Emberiza serena L. S. N. XII. 1766 p. 312.

L. (wie vorher) 300, F. 65 70 mm. Oberseits schwarz; Nackenring, Bürzel und kleine Flügeldecken wie die ganze Unterseite weiss; die kurzen Schwanzfedern mit weissem Innensaum; Schnabel roth. Dar-es-Ssälam, Bagamoyo, Panganifluss, Kingäni, Usegüha, Aruscha, Nguruman, Taböra, Kakoma, Karema, Kilima-Ndjäro, Ussambära, Massailand, Kageyi, Buköba, Itäle.

L. Fringillidae Finken

Schnabel kurz, konisch; nur neun Handschwingen. Die Finken sind an allen Oertlichkeiten zu finden. Ihre Nahrung besteht in Sämereien, zur Brutzeit in Insekten, deren Larven und Eiern, mit welchen auch die Jungen aufgezogen werden; jedoch füttern einzelne auch ihre Jungen aus dem Kropfe mit erweichten Sämereien. Beeren und Früchte werden ebenfalls verzehrt. Die Nester, bald hoch in Baumkronen, bald auf dem Erdboden angelegt, sind napfförmig, oft zierlich gebaut. Die Eier wechseln ausserordentlich in der Färbung, diejenigen der Girlitzarten (Serimts) sind meistens auf bläulichem Grunde röthlich gefleckt, diejenigen der Ammern (Emberiza) mit schwarzen Kritzeln gezeichnet. Ausser der Brutzeit leben die Finken häufig in Scharen beisammen. Die Weibchen weichen von den Männchen durch unscheinbareres Gefieder oft wesentlich ab; in dem nachfolgenden Schlüssel ist nur die Färbung der ausgefärbten Männchen berücksichtigt.

Schlüssel der Arten:

1.

2.

3-

4-

/Unterkörper rothbraun oder blass zimmetfarben: 2.

) Unterkörper weiss oder grau, oder auf weisslichem oder blass bräun- I lichem Grunde dunkel gestrichelt: 3.

' Unterkörper, wenigstens in der Mitte gelb: 7.

J Kopf einfarbig rothbraun: Sorefla emini.

(Kopf schwarz mit weissen Längsbinden: Emberiza tahapisi.

I Kehle schwarz: Passer rufocinctus.

Kehle grau: Iasser rufocinctus (Weibchen).

| Kehle weisslich oder blass bräunlich, bisweilen dunkel gefleckt: 4.

Ein gelber Fleck auf dem unteren Theile der Kehle; breites, weisses Schläfenband: Petroniu ßavigula.

Ein gelber Fleck auf dem unteren Theile der Kehle; kein helles Schläfenband: Petronia pyryita.

.Kein Gelb am Vorderhals: 5.

I Bürzel gelb: Poliospiza reichenoun.

5. Bürzel rothbraun: Passer difusus.

I Bürzel fahl braun oder graubraun, bisweilen dunkel gestrichelt: 6.

I Brust und Weichen mit scharf markirten schwarzbraunen Stricheln: q ) Poliospiza striolata.

I Brust und Weichen nicht oder undeutlich verwaschen gestrichelt: ' Poliospiza reichardi.

I Rücken olivengrün oder gelblich, einfarbig oder dunkel gestrichelt: 9. 7. Rücken rothbraun oder auf braunem oder graubraunem Gründe schwarz- ( braun gestrichelt: 8.

Ost-Afrika III, Vögel.

13