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Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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Ant. Reiciienhw.

401. Grau ca Ins pcctoralis

Jard. Selby (Fig. 70)

(Urauca/u-s pectora/in Jard. Selby 111 . Orn. II. 1828 T. 57.

L. 225 235, E. 140145 mm. Oberseite und Kehle hell blau­grau; Zügel schwärzlich; Unter­körper weiss; I landschwingen und Schwanzfedern schieferschwarz. Heim Weibchen ist die Kehle weiss, nur zart grau verwaschen. Kakoma, Unyamwesi, Ussandaui.

»Dieser sehr stille Vogel fliegt nach Art der Fliegenschnäpper auf der Insektenjagd von seinem Standpunkte in den Baumkronen ab und zurück. Vor dem Nieder­lassen bemerkt man stets ein sanftes Schweben. Die Stimme besteht in leisen, weichen, flötenden Tönen.« (Böhm).

00 w

(Jrauealus pect oral is.

XLIV. Laniidae Würger

Schnabel kräftig mit starkem Haken an der Spitze und einer Auskerbung vor derselben; Schnabelborsten in der Regel vorhanden; 10 Handschwingen; einige Arten (J'Jvroct'p/ia/ux) haben keine vollständige Längsschiene an den Lauf­seiten, sondern je eine Reihe Schilder. Waldränder und freieres Gelände bilden die Aufenthaltsorte der Würger. Hier sitzen sie auf hervorragenden Baum- und Buschspitzen und stossen wie die Fliegenfänger auf vorüberfliegende Insekten, nehmen solche aber auch von dem Erdboden auf. Die grösseren Arten stellen kleinen Wirbelthieren nach, rauben auch Junge aus den Nestern anderer Singvögel. Die Nester werden in Büschen und auf Bäumen angelegt, sind napfförmig, dickwandig, aber locker gebaut. Die Eier sind auf weisslichem, grünlichem oder bräunlichem Grunde mit grauen, braunen oder röthlichen Eiecken bedeckt. Die meisten Würger haben eine wohlklingende Stimme und verstehen es meisterhaft, die Strophen anderer Vögel nachzuahmen und mit dem eigenen Gesänge zu verschmelzen. Sehr schöne flötende Rufe lassen die Buschwürger ( Dri/oxcopus, Laniar/ns ) hören, und dabei pflegen die beiden Gatten eines Paares im Duett zusammenzuwirken, indem das Weibchen der Strophe des Männchens einen schnarrenden Ton anhängt.

Schlüssel der Arten:

j \ Schnabel gelb oder roth: Rigmodux tn'co/or und retzii.

\ Schnabel schwarz oder hornbraun: 2.

I Schwarz, weiss, grau oder erdbraun im Gefieder: 3.

2. | Rothbraun im Gefieder: 15.

(Roth, gelb oder grün im Gefieder: 20.

I Ganze Unterseite schwarz oder schiefergrau: 4.

3. ! Ganze Unterseite weiss, bisweilen isabellfarben oder bräunlich ver-

I waschen: 6.