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Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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398. Muscicapa murina (Fschr. Rchw.)

A/scona.c murina Fsclir. Rchw. Journ. Ornith. 1884 p. 54.

L. 115120, F. 63 mm. Oberseits dunkel graubraun; Kehlmitte rein weiss; übrige Unterseite blassbraun. Gross-Aruscha. Diesem sehr ähnlich, aber etwas kleiner (L. 110, h'. 55 58 mm) und oberseits mehr erdbraun ist Muscicapa pumila (Rchw.) \Alscona.r pumila Rchw. Stzb. All. D. Orn. Ges. Febr. 1892 und Journ. Ornith. 1892 p. 2i8j. Buköba.

XLIII. Campophagidae Stachelbürzel

Den Würgern oder Fliegenfängern in der allgemeinen Körperform ähnlich, aber durch die eigenthümliche Beschaffenheit der Bürzelfedern höchst charak­teristisch unterschieden. Die Schäfte der Bürzelfedern sind an dem Basaltheile auffallend starr und werden gegen das Ende hin plötzlich fein und weich. Beim Aufwärtsstreichen der Bürzelfedern fühlt man die starren Schaftwurzeln als Stacheln. Ueber die Lebensweise, Nestbau und Eier dieser Vögel fehlen noch eingehendere Beobachtungen.

399 . Cainpophaga nigra Vieill.

('ampephapa. nipra Vieill. Nouv. Dict. dHist. Nat. X. 1817 p. 50.

L. 200 210, F. 100105 mm. Schwarz mit Stahlglanz; Zügel sammet­schwarz; Schwingen mattschwarz mit gelblichem Innensaum. Beim Weibchen ist Oberkopf und Oberrücken olivenbraun; Bürzel und Oberschwanzdecken grau­braun mit kurzen schwarzen Ouerbinden; Unterseite weiss mit kurzen schwarzen Querbinden; Flügelfedern breit gelb gesäumt; Schwanzfedern olivenbraun, die äusseren mit blassgelbem Ende und Aussenfahne. Panganifluss, Ugögo, Kakoma, Taweta.

»Diesem Raupenfresser bin ich nur einigemale, und zwar pärchenweise im dichten Gebüsch bei Kakoma begegnet. Weichen und eleganten Fluges streift er hier umher und schlüpft geräuschlos durch das dichteste Geäste. Als Lock­ruf lässt er ein leises Piepen vernehmen. »Bei allen von mir im P'leisch unter­suchten Campephaginen haftet das ziemlich volle und sehr weiche Gefieder nur äusserst lose in der Haut« sagt Heuglin das muss der Sammler zu seinem Leidwesen erfahren. Zusammen mit Tauben und Kukuken, welche sämmtlich auch in den plastischen Verhältnissen der Brust und des Unterleibes, sowie in der ungewöhnlich vollen Befiederung des Bürzels und der Weichen überein­stimmen, vereinigt Campophapa eine äusserst zarte, so zu sagen bröckliche Haut mit ganz locker steckenden, Blut und P'ett begierig cinsaugenden I'edern, so dass der noch dazu durch den Schuss lädirte Vogel ein wirklich betrübendes Beutestück abgiebt.« (Böhm).

409. Cainpophaga liartlaubi (Salvad.)

Latiicterus liartlaubi Salvad. Ann. Mus. Genova IV. 1873 p. 439.

L. 210 220, F. 100105 mm. Durch gelben Pieck auf den kleinen Plügeidecken vom vorgenannten unterschieden. Gross-Aruscha.