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Amt. Reicmknow.
XLI. Hirundinidae — Schwalben
Hei den Schwalben wie bei allen folgenden Singvögeln ist die Kralle der Hinterzehe grösser als die der Mittelzehe, die Hornbedeckung des Laufes bildet auf jeder Seite des Laufes eine lange Schiene, welche nur ausnahmsweise in kleine Schilder getheilt ist. Die Fiisse sind auffallend klein; Schnabel kurz, breit und flach; der Rachen sehr weit; in den langen spitzen Flügeln nur neun Handschwingen. Die Schwalben gehören zu den schnellsten und ausdauerndsten Fliegern und stehen in dieser Beziehung den Seglern kaum nach. Nur um zu ruhen, lassen sie sich auf Baumzweigen und Dachfirsten nieder, kommen, um Lehm zum Nestbau aufzunehmen, auch auf Augenblicke zum Erdboden herab und bewegen sich hier einige Schritte laufend, in höchst unbeholfener Weise; alle anderen Verrichtungen geschehen im Fluge. Bald in hoher Luft, bald niedrig über dem Erdboden dahingleitend, fangen sie ihre Beute, die in Fliegen und kleinen Käfern besteht, nehmen in der Noth bei Regenwetter solche auch im Anfluge von Zweigen und Felswänden ab. Fliegend trinken sie und fliegend baden sie auch, indem sie mit ihrem Körper die Wasserfläche streifen oder den Kopf eintauchen. Sie bauen Nester aus Lehm, die bald Retortenoder Halbkugelform haben, oben geschlossen sind, bald oben offen, von Viertelkugelform, und befestigen diese an Felswänden, Bäumen oder an den Hütten der Menschen. Die Eier sind rein weiss oder fein rothbraun gefleckt. Die Erdschwalben bauen lange Niströhren in steile Uferabfälle.
Schlüssel der Arten:
I Rücken glänzend blauschwarz: 2.
Rücken schwarz mit stahlgrünem Schimmer: 6.
| Rücken braun: 8.
< Ganzer Oberkopf glänzend blauschwarz wie der Rücken: 3.
) Stirn rothbraun; Scheitel glänzend blauschwarz: 4.
I Ganzer Oberkopf rothbraun: 5.
' Oberkopf erdbraun: Hirundo yriseopijya.
| Unterschwanzdecken rothbraun: Hirundo wonteiri.
| Unterschwanzdecken schwarz: Hirundo etuini.
| Kehle w r eiss: Hirundo aethiopica.
| Kehle rothbraun: Hirundo rastica und anyolensis.
| Unterseite rein w r eiss: Hirundo smithi.
| Unterseite schwarz gestrichelt: Hirundo puella.
| Unterflügeldecken fahlbraun oder dunkelbraun: 7.
| Unterfl w r eiss: Psalidoprocne Orientalin.
| Kopf weiss: Psalidoprocne albiceps.
| Kopf schwarz wie das übrige Gefieder: Psalidoprocne holomelas.
I Kopf und Kehle weiss mit schwarzem Augenstrich: Psalidoprocne allnceps.
| Kopf braun, die Kehle w r eiss: 9.
I Kopf braun, die Kehle bräunlich grau: Clivicola minor.
' Kopf braun, die Kehle röthlich isabellfarben: Clivicola rujiyu/a.
| Flügel über 115 mm lang: Clivicola cincta.
| Flügel unter 115 mm lang: Clivicola, riparia.
360 . Clivicola cincta (Bodd.)
Hirundo cincta Bodd. Tabl. PI. Eni. 1783 p. 45.
L. 150—170, P\ 125 mm. Ganze Oberseite und Kropf band braun; Kehle, Unterfiügeldeckcn und Unterkörper weiss. — Buköba.
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