V Ö O F. F.
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350 . Caprimulgus clarus Rchw.
Caprimulgus clarus Rchw. Stzb. Allg. D. Orn. Ges. Jan. 1892; Journ. Ornith. 1892 p. 29, 215.
L. 225—235, F. 148—153 mm. Dem vorgenannten sehr ähnlich, aber bedeutend heller gefärbt, auf der Oberseite mehr sandfarben. — Buköba.
351 . Caprimulgus fervidus Sharpe
Caprwmlgus ferviäus Sharpe Lay. S. Afr. 1875 p. 86.
L. 230—240, F. 160—170 mm. Oberkopf mit schwarzen Längsflecken; Kopfseiten und Nackenband goldig rostfarben; auf den Schulterfedern scharf markirte schwarze und gelbbräunlich weisse Flecke; zwei rein weisse Flecke auf der Kehle; Handschwingen mit weissem Mittelfleck; die äusseren Schwanzfedern mit weissem Ende. — Kakoma.
»Diese Ziegenmelker lassen einen melancholischen, wie »tu tiimm tii tiirr« oder »ni nimm ni nirr« lautenden Ruf hören und sitzen quer, nicht längsseit auf den Aesten. Abends fliegen sie, Insekten jagend, dicht über der Oberfläche stehender Gewässer umher und ruhen auf nackten Sandbänken aus.« (Böhm).
XL. Micropodidae Segler
Schnabel schwach, die Kiefer dünn und biegsam; Rachen weit; Schwanz zehnfedrig; Füsse sehr kurz; alle vier Zehen nach vorn gewendet, zweite bis vierte ziemlich gleich lang, nicht verbunden, mit starken Krallen versehen, von welchen die der ersten Zehe am schwächsten ist*); Flügel lang und spitz, erste oder erste und zweite Schwinge am längsten; Gefieder hart, vorherrschend schwarz; Augen gross. — Die Segler sind Luftvögel im wahrsten Sinne des Wortes. Den ganzen Tag über, von Sonnenaufgang bis in die Dämmerung hinein, eilen sie reissenden Fluges, bald mit schneller zitternder Flügelbewegung, bald mit ausgebreiteten Flügeln dahingleitend, durch die Luft, um ihre Nahrung, kleine Insekten, insbesondere winzige Käferchen, zu erhaschen. Auf die Erde herab kommen sie niemals, da sie ihrer kurzen, schwachen Füsse wegen nicht zu laufen vermögen und auch nicht vom Erdboden sich in die Luft erheben können; selbst die zum Nisten nöthigen Stoffe fangen sie in der Luft oder nehmen solche fliegend von den Baumzweigen auf. Zur Ruhe klammern sie sich an Aesten oder Felswänden an oder schlüpfen in ihre Nester. Sie nisten gesellig in Fels- oder Baumlöchern, in welchen sie aus Halmen und Federn mit Hülfe ihres klebrigen Speichels eine Nistunterlage zusammenfilzen. Die Eier sind verhältnissmässig gross, von Walzenform und weisser Farbe. Ihre Stimme besteht in schrillen Tönen.
Schlüssel der Arten:
I Schwanzfedern mit starren, die Federfahne stachelartig überragenden j ) Schaffenden: 2.
I Schäfte der Schwanzfedern nicht starr, nicht das Federende über- ' ragend: 3.
I Vorderhals weiss, dunkelbraun gestrichelt; Brust und Steiss schwarz: 2. Chaetura stictilaema.
\ Vorderhals dunkelgraubraun; Brust und Steiss weiss: Chaetura bölimi.
*) An der Zehenbildung sind die Segler insbesondere von den Schwalben zu unterscheiden, mit welchen sie meistens verwechselt werden.