brauenband und Nackenfleck bläulichweiss; Unterseite lila, bläulichweiss gestrichelt; Steiss und Unterschwanzdecken violetblau; Rücken und Schulterfedern bräunlichgrün; Oberschwanzdecken violetblau; Flügelbug und Handdecken blau; grössere und mittlere Armdecken rothbraun; kleine Armdecken lila. — U s s a n d a u i, I g ö n d a.
172.
310. Eurystomus afer (Lath.) — Zimmetbrauner Roller
(Fig. 50
Coracias afra Lath. Ind. Orn. I. 1790 p.
L. 240—260, F. 165 — 180 mm.
Schnabel gelb; oberseits zimmetbraun,
Oberschwanzdecken grünlichblau; ganze Unterseite lila, nur der Steiss blassblau; die vorderen Flügeldecken und Schwingen dunkelblau; die äusseren Schwanzfedern blassblau mit dunkelblauem Ende. —
Dar - es - Ssälam, Bagamoyo, Pan- gani, Nguru, Ugälla, Kakoma,
U s s a m b ä r a, K i 1 i m a - N d j ä r o, U s a - rämo. — Ein gewandter Flieger, der wie die Blauraken (Coracias) die Raubvögel zu necken pflegt.
»An Wassergruben im Walde sieht man die Breitmäuler zuweilen scharenweis in prachtvollen Schwenkungen, welche den Flug der Falken und Schwalben in sich vereinen, bald hoch, bald ganz niedrig hin und her schweben, wobei sie hier die umherschwirrenden Insekten wegfangen, dort im Fluge selbst einige Tropfen Wasser aufnehmen. Das Violet und Blau ihres Gefieders leuchtet dabei, von den Strahlen der Sonne wechselnd getroffen, in wunderbarer Weise, und es lässt sich einem solchen Anblick höchstens der eines Schwarms grosser Meropiden zur Seite stellen. Ihre Stimme ist sehr mannigfach, bewegt sich aber stets in unmusikalischen, bald quäkenden, bald knarrenden und schnarrenden Lauten, die man sowohl im Sitzen als im Fluge vernimmt. Abends rotten sie sich zu grossen Scharen zusammen, die gemeinsam auf Feldbäumen ihre Schlafplätze einnehmen und sich noch in tiefer Dämmerung in rauhen Tönen Zurufen. Ende November hielten die Breitmäuler sich paarweis zusammen.« (Böhm).
Fig. 58. Eurystomus afer.
XXXV. Bucerotidae — Nashornvögel
Schnabel auffallend gross, gebogen, oft mit einem horn- oder leistenförmigen Aufsatz; Schwanz zehnfedrig; Flügel verhältnissmässig kurz und gerundet; Kehle und Augengegend in der Regel nackt; das obere Augenlid trägt lange, borstenartige Wimpern. — Die Nashornvögel bewohnen den Urwald ebensowohl wie freieres Gelände, halten sich mit Ausnahme der Hornraben (Ihicoraj;), welche auf dem Erdboden ihren Unterhalt suchen, ausschliesslich auf Bäumen auf und nähren sich von Früchten, Beeren, Insekten und kleineren Wirbelthieren. Höchst eigenthiimlich ist die Nistweise. Zur Niststätte wird eine weite Baumhöhle gewählt und das Zugangsloch derartig vermauert, dass nur ein schmaler Spalt übrig bleibt, durch welches das brütende Weibchen vom Männchen gefüttert wird. Es steht noch nicht fest, ob das Einmauern seitens des Männchens geschieht, oder ob das Weibchen vermittelst seines Kothes die Oeffnung schliesst, worauf die Bestandtheile der Verklebungsmasse hindeuten. Das Weibchen mausert vollständig während des Brütens und verlässt erst, wenn die Jungen