Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
Entstehung
Seite
119
Einzelbild herunterladen
 

VÖGEL.

I 19

293. Trachyphonus arnaudi (Des Murs)

Micropogon darnaudi Des Murs Lefebvre Abyss. 1850 p. 133.

L. 170, F. 7580 mm. Kopfplatte schwarz mit gelben Federspitzen; Kopf­seiten und Kehle gelblichweiss mit schwarzen Punkten; auf der Mitte der Kehle ein grosser schwarzer Pieck, die P'edern in der Umgebung desselben gelb oder orange mit schwarzem Endfleck; Unterkörper weiss, die Brustfedern mit schwarzen Endsäumen; im übrigen wie T. böhmi gefärbt. Bussfssi, Kageyi, Wem- bere.

294. Trachyphonus erythrocephalus Cab.

Trachyphomis erythrocepbalm Cab. Journ. Ornith. 1878 p. 206 T. 2.

L. 190210, P'. 95100 mm. P'edern des Oberkopfes roth mit schwarzer Spitze oder rein schwarz; Kopfseiten und Unterschwanzdecken roth; Ohrfedern weiss; Kehle und übrige Unterseite gelb; Bürzel und Oberschwanzdecken blass­gelb, die letzteren mit rothen Spitzen; Rücken und P'liigel braun mit gelblich- weissen rundlichen P'lecken; mittlere Schwanzfedern schwarzbraun mit gelblich- weissen Randflecken, die äusseren schwarzbraun und gelblichweiss gebändert. Taweta.

XXXII. Picidae Spechte

Zweite und dritte Zehe nach vorn, erste und zweite nach hinten gerichtet, die vierte häufig am längsten; Schnabel länglich keilförmig; Schwanz zwölffedrig, die äussersten P'edern verkümmert, kürzer als die Unterschwanzdecken, die mitt­leren starr und am Plnde keilförmig zugespitzt; Zunge lang vorstreckbar, am Rande mit Widerhaken versehen. Den Spechten sind hier auch die Wendehälse (Iynx) eingeordnet, welche in vieler Beziehung (Schnabel, P'orm der Nasenlöcher, Schwanzfedern, Zunge ohne Widerhaken) abweichen und einen Uebergang zu den Ploniganzeigern darstellen. Die Spechte sind Waldvögel, klettern an den Baumstämmen umher und nähren sich von Insekten und deren L.arven, welche sie sich vermöge ihrer lang vorstreckbaren Zunge aus den Ritzen der Baumrinde hervorholen oder auch aus dem morschen Holze herausmeisseln. Als Brutstätten meissein sie Höhlungen in kernfaulen Bäumen aus, welche zunächst durch ein kreisrundes Schlupfloch wagerecht in den Stamm, sodann senkrecht abwärts führen. Die spitzovalen P'ier haben eine glänzende weisse Schale. Die Wende­hälse bevorzugen freieres Gelände, nähren sich vorzugsweise von Ameisen und benutzen bereits vorhandene Baumlöcher als Nisthöhlen.

Schlüssel der Arten:

i f Schwanzfedern am Ende breit abgerundet: ly tu; -pectomUs.

| Schwanzfedern am Ende keilförmig zugespitzt: 2.

| Rücken einfarbig goldgelb: Mesopicus rhodeoguster.

2. Rücken auf olivengrünem, braunem oder schwärzlichem Grunde hell | gebändert oder gefleckt: 3.

< Unterkörper auf schwarzbraunem oder olivengraubraunem Grunde weiss- I lieh gebändert: Thnpias namaqum.

| Unterkörper weiss oder gelblichweiss, mehr oder minder schwarz ge- ' fleckt oder gestrichelt: 4.

f Flügel unter 100 mm lang: 5. j P'lügel über 100 mm lang: 6. f Rücken gefleckt: Campothera malherbei.

(Rücken gebändert: Dendropicus hartlaubi.