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Fig. 45. l’oeocephalus nieveri.
Ansturms. Zu grossen Banden vereint brechen sie in die reifenden Mais- und Mtama-Felder ein, wo dann von allen Seiten wirr durcheinander das grelle Gepfeif und Gekreisch ankommender, auffliegender und an den Stengeln umherkletternder Schwarme erschallt. Es ist mühevolle und zum grossen Theil vergebliche Arbeit der von erhöhten Ilolzbühnen Umschau haltenden Feldwächter, diese Freibeuter mit Geschrei und Geläuf zurückzuscheuchen. Während der heissen Tageszeit halten sich die Papageien sehr still in dicht belaubten Bäumen des puri auf, aus welchen sie erschreckt mit schrillem Geschrei herausfahren. Im Ganzen sind sie sehr vorsichtig und misstrauisch und lassen sich nur in den Feldern leichter unterlaufen. Ausser Getreide fressen die Papageien auch verschiedene saftige Baumfrüchte sehr gern.« (Böhm).
234. Agapornis pullaria (L.) — Unzertrennlicher
Psittacus puüarius L. S. N. X. 1758 p. 102.
L. 130—150, F. 80—90 mm. Grün; Stirn, Wangen und Kehle hellroth; Bürzel blau; mittelste Schwanzfedern grün, äussere am Grunde rotli, mit breiter schwarzer Binde vor der grünen Spitze; Schnabel rotli. Beim Weibchen ist nur eine schmale Stirnbinde und der vordere Theil der Wangen blassroth. — Insel Iküru im Victoria-Nyansa.
235 . Agapornis fischeri Rchw.
Agapornis fischeri Rchw. Journ. Ornith. 1887 p. 54 T. 4.
L. 140—150, F. 90—95 mm. Stirn, Wangen und Vorderhals orangeroth; Oberkopf gelblich olivenfarben; Nacken düster röthlichgelb; übriges Gefieder grün; Oberschwanzdecken blau; äussere Schwanzfedern mit schwarzer Binde vor dem hellblauen Ende und rüthlicher Basis; Schnabel rotli. — Ussüi, Siid- Unyamwesi bis Victoria-Nyansa (Busslssi).
236. Agapornis personata Rchw.
Agapornis personata Rchw. Journ. Ornith. 1887 p. 5 5 T. 4.
L. 145 —160, F. 90—95 mm. Stirn und vordere Wangen düster braun; Oberkopf olivenbräunlich; Nacken und Vorderhals gelb; übriges Gefieder grün; Oberschwanzdecken fahl bläulich oder olivengrünlich; äussere Schwanzfedern mit schwarzer Binde vor dem hellgrünen Phi de und röthlicher Basis; Schnabel rotli. — Massailand, Ugögo.
XXVII. Musophagidae Pisangfresser
Vorderzehen durch kurze Mefthäute mit einander verbunden, vierte Zehe nach aussen wendbar; Schnabel hoch, die Schneiden fein gesägt; Schwanz zelin- fedrig. — Die Pisangfresser sind Charaktervögel Afrikas, indem ihre Verbreitung auf das aethiopische Gebiet beschränkt ist. Sie bewohnen vorzugsweise den Hochwald, streifen in kleinen I rupps durch die Baumkronen und nähren sich von Insekten, Beeren und Steinfrüchten, die sie mit dem Kern verschlucken.