Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
Entstehung
Seite
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gross. Häufig sieht man die Mönchsgeier auf den Sandbänken der Flüsse, wo sie rabenartig im flachen Wasser herumsuchen oder sich mit halbausgebreiteten Flügeln sonnen. Der Horst steht auf Baumwipfeln und ist verhältnissmässig klein.« (Böhm.) Bei den Massai wird er »Motonje« genannt (Fischer).

XXIV. Falconidae Falken

Kopf befiedert, bei einigen (Sccpcntarius, Polyboroidcs) nur zum Theil die Kopfseiten oder doch die Zügelgegend nackt, letztere meistens nicht befiedert, sondern mit Borsten bedeckt; Schnabel am Grunde mit Wachshaut; Hinterzehe und Innenzehe auffallend stark, letztere in der Regel länger als die vierte, Mittelzehe gewöhnlich nicht bedeutend länger als die zweite (Ausnahme Accipiter); von den spitzen, stark gekrümmten Krallen diejenige der zweiten Zehe am stärksten, nächst dieser die der Hinterzehe, die der vierten am schwächsten. Im Gegensatz zu den Geiern stellen die Falken lebenden Thieren nach und nähren sich von selbstgefangener Beute, gehen hingegen Aas gar nicht oder nur im Nothfalle an. Sie bauen grosse Horste auf Bäumen. Die Eier sind weiss oder auf weissem Grunde rothbraun gefleckt, bisweilen auf gelbbraunem Grunde rothbräunlich gefleckt.

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Schlüssel der Arten:

Kopfseiten nackt, auch keine Borsten an der Zügelgegend: 2.

Kopfseiten befiedert: 3.

Lauf über 200 mm lang: Scrj>cntarius sccpcntarius.

Lauf unter 100 mm lang, Nasenlöcher schlitzförmig, wagerecht gestellt: Polgbnroides typicus.

Lauf unter 100 mm lang, Nasenlöcher oval, senkrecht gestellt: Gypo- hicrax angolensis. (Auch zu beachten: II(diactus vocifer und Jlclo- tarsus ecaudatus , bei welchen der vordere Theil der Kopfseiten nackt ist.)

Schnabel mit scharfem, eckigem Zahn jederseits an den Schneiden des Oberkiefers vor dem Haken und mit kerbartigem Ausschnitt vor der Spitze des Unterkiefers (s. Fig. 39): 30.

Schnabel ohne scharfen eckigen Zahn: 4.

I Lauf bis unten an die Zehen befiedert: 5.

Lauf nicht oder nur am oberen Theile befiedert,

| unten unbefiedert: 9.

(Federn des Hinterkopfes eine Haube bildend, bisweilen bandförmig

| verlängert, Unterflügeldecken weiss oder doch mit weiss gemischt: 6.

I Federn des Hinterkopfes keine deutliche Haube bildend, Unterfliigel-

decken einfarbig braun: 8.

( Flügel über 500 mm lang: Spizactus bellicosus.

| Flügel unter 500 mm lang: 7.

| Unterseite dunkelbraun: Spizactus occipitalis.

I Unterseite weiss, mit oder ohne schwarze Flecke: Spizactus spiloyaster.

( Flügel 500600 111m lang: Aquila rapax.

1 Flügel 400450 mm lang: Aquila wa/dbergi.

| Flügel 500 mm oder darüber lang: 10.

Flügel unter 500, aber wenigstens 300 mm lang: 12.

Flügel unter 300 mm lang: 22.