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Mollusken, Krebsen und Würmern, auch in Vegetabilien besteht, erlangen sie, indem sie durch Treten mit den Füssen den Schlamm aufrühren und in diesem nach Art der Enten schnattern.
118. Phoenicopterus minor Geoffr.
Phoenicopterus minor Geoffr. Bull. Soc. Philom. II p. 97.
L. 900—1000, F. 330—350 mm. Blass rosenroth, Flügeldecken intensiv rosenroth mit weissen Säumen; Schwingen schwarz; Schnabel roth, an der Wurzel bräunlich, an der Spitze schwarz; Fiisse rosa. — An einzelnen Stellen der Küste »Schingonioka« genannt. — Nguruman. In den deutschen Museen sind noch keine Exemplare des kleinen Flamingos aus dem Schutzgebiete vertreten; das Sammeln von Exemplaren möge deshalb angelegentlichst empfohlen sein.
119 . Phoenicopterus roseus Pall.
( Fi g- 3 0
Phoenicopterus roseus Pall. Zoogr. Rosso-As. Th. II. 1811 p. 207.
L. 1100—1300» F. 350—430 mm. Von dem vorgenannten durch bedeutendere Grösse und mit Ausnahme der schwarzen Spitze blassgelb gefärbten Schnabel unterschieden. — Mit Sicherheit ist der grosse Flamingo im Schutzgebiet noch nicht nachgewiesen. Es ist daher dringend wünschenswerth, dass Exemplare behufs endgültiger Feststellung gesammelt werden.
XIX. Scopidae- Schattenvögel
Schnabel gerade, seitlich zusammengedrückt, Firste und Dillenkante wie eine Messerklinge schmal, Spitze mit Haken; Bindehäute zwischen allen drei Vorderzehen; Kralle der Mittelzehe am Innenrande kammartig gezähnelt.
120 . Scopus umbretta Gm. — Schattenvogel
( Fi g- 3 2 )
Scopus Umbretta Gm. S. N. II. 1788 p. 618.
L. 600, Fl 320—330 mm. Hinterkopffedern einen Schopf bildend; braun, unter auffallendem Licht lila schimmernd; Schwanz dunkel gebändert und mit breitem dunklem Flidbande. — Allenthalben gemein: Pangani, Ussambära, Bag amoyo, Ugälla, am Victoria-Nyansa im Dezember brütend, Taböra, Aruscha, Ukämba, Mgera, Ugögo.
Der Schattenvogel ist wenig gesellig. Man sieht ihn meist einzeln in bewaldetem Gelände an Wasserlachen und Flüssen mit eingezogenem Halse auf Fische lauern oder mit gemessenen Schritten nach FTöschen suchen, welche nebst Würmern, Weichthieren und Insekten seine Nahrung ausmachen. Die Stimme ist ein rauhes Quaken. Der Horst ist ein grosser backofenförmiger Bau aus Reisern mit seitlichem Eingang, 1 bis H/2 Meter im Durchmesser, und wird meistens auf niedrigen Bäumen erbaut. Das Innere, welches bisweilen aus zwei Abtheilungen bestehen soll, ist mit trockenen Grashalmen ausgepolstert. Die 3 bis 5 Eier sind weiss und 45—46 X 33 — 35 mm gross.
Böhm schreibt: »Den sonderbaren Schattenvogel habe ich sehr wenig scheu gefunden. Er lässt sich unschwer beschleichen, oder, wenn er am Wasser aufgebäumt hat, mit dem Kahne anfahren, und kümmert sich selbst kaum um lebhaftes Volkstreiben, da er in Taböra nicht selten auf Wiesen unweit des geräuschvollen Marktes zu sehen ist. Ich habe ihn seinen Standpunkt auf frisch geackerten, sowie mit Reis bestandenen F'eldern, auf belaubten, wie auf dürren, frei stehen-