Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
Entstehung
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Amt. Reichf.now.

seiner Winterwanderung bis in das deutsche Schutzgebiet von Ost-Afrika. Am Victoria-Nyansa wird er von den Eingeborenen »Werne« genannt. Auch am Wualaba, bei Igönda, Tabora, Kaköma und am Simiufluss beobachtet.

Fischer sah den weissen Storch am Victoria vom io. November bis 18. Februar. Böhm beobachtete ihn von Ende Dezember bis Februar bei Tabora. Ende Februar schienen sie auf der Wanderung zu sein.

XVIII. Phoenieopteridae Flamingos

Schnabel mit dem Spitzentheil im starken Winkel abwärts gekrümmt, Ober­kiefer abgeplattet, Unterkiefer aufgetrieben, Ränder mit Hornlamellen besetzt; Läufe sehr lang; Hinterzehe hoch angesetzt und sehr kurz; ausgerandete Schwimm-

Fig. 31. Phoenicopterus roseus.

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häute zwischen den Vorderzehen. Die Flamingos bewohnen freie Meeres­küsten und Lagunen, an süssen Gewässern erscheinen sie nur ausnahmsweise und vorübergehend. Sie halten sich ausschliesslich auf dem Boden auf; denn ihrer kurzen Zehen und langen Stander wegen sind sie unfähig zu bäumen. Sie leben gesellig und bauen aut nassem Boden aus Pflanzenstofifen und Schlamm ihre Nester, welche die Form kurzer abgestutzter Kegel haben. Die Eier sind von länglicher Form, bläulich weisser F'arbe und wie bei den Kormoranen mit einem kalkigen Ueberzug versehen. Die Nahrung, welche in kleinen Wasserthieren,