VÖGEL.
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färben, unten schwarz gesäumt; Brust weiss; Bauch schwarz mit rostfarbenen Federwurzeln. Dem Weibchen fehlt das schwarze Gesicht, die Kehle ist weisslich, der Kropf schwarz quergebändert. — Mkaramo, Massaisteppen, Kilima-Ndjäro-Gebiet, Djipesee, Rongafluss, Wembere-Steppe.
10(3. Pterocles exustus Tem.
Pterocles exustus Tem. PI. Col. V. 1825 T. 28, 29.
L. 260—300, F. 180 mm. Die beiden mittelsten Schwanzfedern in eine lanzettförmige Spitze auslaufend; sandfarben, Kehle blass ockergelblich; Bauch rothbraun; eine schmale schwarze Brustbinde; Flügeldecken mit schwarzem oder schwärzlich rothbraunem Spitzensaum; Armschwingen mit weissem Spitzenfleck. Das Weibchen hat die ganze Oberseite und Flügel schwarz gebändert und gestrichelt, den Kropf schwarzbraun längsgefleckt, den Bauch schwarz und röthlich- isabellfarben gebändert. — Massaisteppen, Kilima-Ndjäro-Gebiet, Aruscha.
XVI. Ibidae — Ibisse
Schnabel sichelförmig abwärts gebogen oder platt, spatelförmig verbreitert. Im Flügel zweite und dritte oder dritte und vierte Schwinge am längsten. Letztere Eigenschaft und die lange, tief eingelenkte Hinterzehe unterscheiden die Ibisse leicht von den spitzflügligen, mit kurzer und hoch angesetzter Hinterzehe versehenen Brachvögeln (S. 4211.43), welche zu den Schnepfenvögeln gehören. Die Ibisse leben sowohl im feuchten, sumpfigen Gelände, als im Walde und in Steppen. Gesellig und verträglich, nisten sie meistens in Kolonien beisammen, im Rohr oder auf Bäumen. Die Eier sind blau oder auf weissem Grunde rothbraun gefleckt. Die Stimme der Ibisse ist rauh; die Löffler klappern auch mit dem Schnabel in ähnlicher Weise wie die Störche. Die Nahrung besteht in Würmern, Weichthieren, kleinen Fischchen und dergleichen.
107. Falcinellus falcinellus (L.) — Sichler
Tantalus Falcinellus L. S. N. XII. 1766 p. 241.
L. 550—650, F. 260—300 mm. Rothbraun, Pliigel stahlgrün glänzend. Der junge Vogel hat erdbraunes Körpergefieder, Kopf und Oberhals weiss gestrichelt. — Tanganyika, Ugälla.
108. Theristicus leucocephalus (Gm.) — Hagedasch
Scolopax leucocephala Gm. S. N. II. 1788 p. 656.
L. 700—750, F. 330—380 mm. Graubraun, weisslicher Strich jederseits an der unteren Wange; Flügeldecken kupfergrün glänzend, Schwingen und Schwanzfedern stahlblau; Schnabel schwarz, Basis der bärste roth. — Im ganzen Gebiet. Fällt durch seine laute, heulende Stimme auf. — Ussambära, Ugälla, Aruscha, Teita, Victoria-Nyansa. — »Schreiend und scheltend geht der Hagedasch - Ibis pärchenweise vor dem Jäger aus den von erstickender Hitze erfüllten Schilfdickichten der Buchten und Hinterwässer auf und streicht Abends mit seinem rauhen, weithin gellenden »Ha—hah—hah—hah« in ganzen Schaaren die von der untergehenden Sonne roth bestrahlten Wasser entlang. Uebertags ziehen sich viele in den tieferen Hochwald zurück, und schon im Morgengrauen hört man ihr fast einem fürchterlichen Schmerzensgeschrei gleichendes Rufen vom Flusse her näher und näher kommen. Als ich, unter einem kleinen über das Wasser hängenden Gebüsch versteckt, dem Treiben einiger Wasserhühner zuschaute, kam ein Ibispärchen angeflogen und bäumte auf kaum mehr als Armlänge von mir auf. Obgleich sie mich nicht äugten, schien ihnen die Sache doch verdächtig; sie blieben mit ausgestrecktem Halse bewegungslos stehen