Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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VÖGKL.

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IV. Laridae Möven

Schwimmhäute zwischen den Vorderzehen; vierte Zehe kürzer als die dritte; Hinterzehe entwickelt, wenngleich häufig kurz; Nasenlöcher schlitzförmig. Die Möven, mit welchen hier die sonst auch als besondere Familie gesonderten Seeschwalben vereinigt sind, bewohnen die Meeresküste und Binnen­seen. Ihre Nahrung besteht in Fischen und Weichthieren, welche sie im Fluge oder schwimmend von der Wasserfläche aufnehmen. Die Seeschwalben pflegen auch über dem Wasser zu rütteln und aus der Luft auf die erspähte Beute, selbst in das Wasser hinein, herab zu schiessen, wobei sie auf Augenblicke unter dem Wasserspiegel verschwinden. Die Möven suchen am Ufer auch thierische Stoffe, selbst Aas, welche das Wasser ausgeworfen. Alle nisten in oft grossen Kolonien beisammen. Die Nester sind einfache Bodenvertiefungen, bisweilen mit Gras ausgekleidet. Drei bis vier bunt gefleckte Eier bilden das Gelege.

Schlüssel der Arten:

| Unterkiefer länger als der Oberkiefer, einer Messerklinge ähnlich

1. ! geformt: Rhynchops favi rostris.

( Unterkiefer nicht den Oberkiefer überragend: 2.

( Schnabel an der Spitze hakig gebogen: 3.

2. | Schnabel degen- oder säbelförmig, allmählich in die Spitze auslaufend,

( ohne Haken: 5.

(Kopf braun: La ms hemprichi.

(Kopf weiss oder zart grau: 4. j Flügel über 400 mm lang: La ms fuscus.

(Flügel unter 350 mm lang: Larus poiocephalus.

I Schwimmhäute tief ausgebuchtet, so dass die beiden Endglieder der Aussenzehe ganz frei sind: Hydrochelidon leucoptera.

;v j Schwimmhäute wenig ausgerandet, Aussenzehe bis zur Kralle in der l Schwimmhaut: 6.

ß ( Schnabel gelb oder roth: 7.

| Schnabel schwarz: 8.

( Fiisse schwarz, Flügel über 320 mm lang: Sterna caspia u. beryi.

7- ! » » » unter 320 mm lang: Sterna media.

( » roth, » unter 250 mm lang: Sterna albiyeiui.

j Rücken zart grau, Flügel über 250 mm lang: Sterna nilotica.

8. J Rücken zart grau, Flügel unter 250 mm lang: Sterna balaenarum.

\ Rücken braun oder schwärzlich: Sterna fuliyinosa und anaestheta.

7. Larus fuscus L. Heringsmöve

Larus fuscus. L. S. N. X. 175*8 p. 136.

L. 530600, F. 410450 mm. Kopf, Hals, Unterseite und Schwanz weiss, Rücken und Flügel bräunlich schieferfarben, Armschwingen mit breiter weisser Spitze. Schnabel gelb mit rothem Fleck am Unterkiefer, Füsse gelb. Die in Nord-Europa heimische Heringsmöve zieht im Winter bis Ost-Afrika, wo sie bei Kageyi und Buköba am Victoria-Nyansa gefunden ist.

8. Larus hemprichi Bruch.

(Fiff- 7 )

Larus hemprichii jBp.] Bruch. Journ. Ornith. 1853 p. 106.

L. 440460, F. 340360 mm. Kopf dunkel graubraun; Halsring, Unter­körper und Schwanz weiss; Rücken, Kropf und Flügel graubraun; Schnabel grün-

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