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Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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Amt. Rf.iciiknow.

der Singvögel, insbesondere Fliegenfänger und Timalien, wird sich der Gruppen­schlüssel dem Anfänger nicht als zuverlässig erweisen, weil die Vogelformen mannigfach variiren, die einzelnen Gruppen in einander übergehen, und scharfe, unbedingt unterscheidende Merkmale für solche Uebergangsformen nicht anzu­geben sind. Erst längere Uebung und eingehendere Kenntniss des allgemeinen Charakters der einzelnen Familien vermag in solchen Fällen naturgemässe Mängel des Schlüssels zu ergänzen. Hat man die Familienangehörigkeit festgestellt, so wird mit Hülfe des betreffenden Arten-Schlüssels, auf welchen bei jeder Familie

hingewiesen ist, die Species bestimmt. Erst nachdem dies geschehen, vergleiche man das zu bestimmende Objekt nochmals genau mit der ausführlicheren, bei jeder Art gegebenen Beschreibung und berücksichtige hierbei in erster Linie die angeführten Maasse. Unter L. ist die Gesammtlänge des Vogels bei ausgestreckter Lage von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende zu verstehen, unter F. die Länge des zusammengelegten Flügels (Fittich) von der Flügelbeuge (Bug) bis zum Ende der längsten Schw ingen (von a bis b auf der schematischen Figur 4), wo­bei der Maasstab unter den Flügel gelegt und dieser flach gegen das Maass angedrückt wird.

I. Struthionidae Strausse

Nur zwei Zehen; Schenkel und Läufe nackt, nur längs der Vorderseite des Laufes eine Reihe Horntafeln; Kopf und Hals nackt mit kurzem wolligem hlaum.

1. Struth io molybdophanes Rchw. Blauhalsiger Strauss

Struth io vM/i/hdophunm Rchw. Sonntags-Beil. Nordd. Allg. Ztg. Nr. 37 1883 u. Mitth. Orn. Ver. Wien 1883 p. 202.

1 Ials und Beine bleigrau, die Schilder an der Vorderseite des Laufes gelb, an den Rändern roth; Gefieder schwarz; w'eisse Federn im Flügel und Schwanz. Bei der Henne sind Hals und Beine graubraun, das Gefieder ist bräunlich. Auf Sswahüi »mbuni« genannt. Der blauhalsige Strauss, wohl zu unterscheiden von seinem im nördlichen Afrika und Arabien heimischen rothhalsigen Ver­wandten, ist häufig in den Steppen des deutschen Schutzgebietes, über seine