Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
Entstehung
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Gattung: Steatomys Ptrs. 1846 - Fettmaus.

Schwanz ungefähr halb so lang wie der Körper, ziemlich dicht behaart; Schneidezähne gefurcht. Krallen der Vorderzehen schlank, wenig gebogen, viel länger als diejenigen der Hinterzehen. Körper plump; Beine kurz.

Bisher nur aus dem Sambese-Gebiet bekannt geworden.

117 . Steatomys pratensis Ptrs. Fettmaus.

Peters, Ber. Akad. Wiss. Berlin 1846, p. 258.

L. 9, c. 4,5 cm. Oberseite dunkel rostbraun, mit einem Stich ins Graue, Unterseite und Beine weiss; obere Schnurrhaare braun, untere weiss. Schwanz oben hellbraun, unten weiss; innerer Aussenrand und äusserer Innenrand des Ohres dicht behaart.

Gonda in Ugunda (Böhm).

»Sie lebt in Getreidefeldern, wo sie wenige Zoll unter der Erde Höhlen mit einem einzigen Ausgange baut, welche durch die aufgeworfene Pirde leicht zu er­kennen sind. In Tette am Sambese wird sie namentlich zur Eirntezeit in den Monaten April und Mai in grosser Menge gefangen, ist dann sehr fett und wird als geschätzter Leckerbissen sehr gesucht. Sie ist leicht zu ergreifen, da sie wegen ihres fetten Körpers und der ziemlich kurzen Beine nicht sehr schnell läuft« (Peters).

Gattung: Saccostomus Ptrs. 1846 Backenmaus.

Schwanz kürzer als die halbe Länge des übrigen Körpers, ungeringelt, sehr sparsam behaart; im Inneren der Mundhöhle Backentaschen; Schneidezähne nicht gefurcht. Kleine Nager von Mäuse-Grösse.

( 118 .) Saccostomus campestris Ptrs. Backenmaus.

Bericht. Akad. Wiss. Berlin 1846, p. 258.

L. 12, c. 4 cm. Oberseite braungrau, Unterseite und ein Haarbüschel hinter und unter der Ohrwurzel weiss; Innenseite der Ohren dunkelbraun, weiss ge­sprenkelt. Schwanz oben schwarzbraun, unten weiss.

Aus Deutsch-Ostafrika noch nicht bekannt, obwohl sie auch dort gefunden werden dürfte. Von Angola, dem Damara-Lande und dem Sambese-Gebiet ist diese Art schon nachgewiesen.

»Sie macht sich Höhlen unter der Erde mit zwei Ausgängen, an welchen sie Steinchen anhäuft, und wird zur Erntezeit in grosser Menge gefunden« (Peters).

Nach Anchieta leben sie wie die Hamster und speichern in ihren Bauen grosse Mengen von Getreide auf.

P'amilie: CAPROMYIDAE. Ferkelratten.

Die Ferkelratten unterscheiden sich von den echten Ratten durch eine Anzahl von Merkmalen, welche namentlich im Gebiss und im Schädel ausgeprägt sind und die hier aufzuführen nicht nöthig ist. Die meisten Vertreter dieser Familie leben in Mittel- und Süd-Amerika, nur eine Gattung ist in Afrika einheimisch.

Gattung: Aulacodus Temm. 1827. Borstenratte.

Obere Schneidezähne sehr breit mit drei tiefen Gruben. Behaarung aus stacheligen Borsten. Schwanz ziemlich kurz und sparsam behaart.

Die Borstenratte lebt sowohl im Osten als im Westen von Afrika.