S Ä U C, K T II I E U E.
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»Ausgesprochenes Uferwaldthier, welches in kleinen Banden von 3 bis 5 Stück im dichten Ufergebüsch lebt und auch im Schilfe herumklettert Es ist nicht sehr scheu und stösst oft ein tuckendes und zwitscherndes Geschrei aus, wobei es heftig mit dem Schwänze zuckt. Ein Weibchen mit einer grünen Raupe im Maul wurde im Juli erlegt« (Böhm).
»Seine Nahrung besteht in Früchten, Samen, Knospen und Insekten, besonders auch in fetten Termiten und auch Vögel und deren Eier dürften kaum verschmäht werden. Die Zahl der Jungen ist höchstens zwei, die Wurfzeit fällt in den Anfang des Juli, jedoch ist es auch möglich, dass ein zweimaliger Wurf stattfindet. Beim Spielen und Klettern hört man eine Art Glucken. Verwundete sind äusserst wehrhaft« (Emin).
* ( 87 ). Sciurus rufobrachiatus Waterh. — Rotharm-Eichhörnchen.
Waterhouse, Proc. Zool. Soc. London 1842, p. 128.
L. 28; c. 32 cm. Oberseite dunkelbraun, fein gelbbraun gestrichelt; Unterseite scharf abgesetzt und dünn behaart, weisslichgrau bis gelbgrau; Kehle und Kopfseiten rostfarbig verwaschen; Innenseite der Gliedmaassen und die Zehen rost- rotli; Schwanz undeutlich schwarz und vveiss gebändert mit weissen Haarspitzen.
Ussi und Ntebbi in Uganda; Karevia in Ukondjo, Kinyawanga westlich vom Semliki, Lendu (Stuhlmann und Emin); Buddu, Süd-Uganda, Kavirondo (Neumann); möglicherweise in Ruhanda.
»Kerewe« auf Kiganda.
* (88). Sciurus stangeri Waterh. — Nacktbauch-Eichhörnchen.
Waterhouse, Proc. Zool. Soc. London 1842, p. 127.
L. 30 cm; c. 41 cm. Eine scharf abgeschnittene Grenzlinie aus schwarzen und weissen Haaren zwischen dem Ober- und Unterkörper von der Achsel zu den Weichen; Bauch sehr spärlich behaart. Stirn, Nase, Wangen und Kehle schwarz und weiss gestrichelt. Dieses grosse Eichhörnchen wechselt je nach dem Alter und der Jahreszeit sehr die Färbung. Zuweilen ist es schwarz und gelblich- weiss melirt mit röthlichen Hinterbeinen, weisslicher Unterseite und schwarz und weiss geringeltem Schwanz. Ausgefärbt hat es nur den Vorderkopf und die Kehle noch schwarz und weiss gestrichelt; der Hinterkopf und Rücken sind schwarz und röthlich gelb gestrichelt, die hinteren Unterschenkel dunkelrostroth, auf der Innenseite rostgelb. Bei einem unserer Exemplare ist der Hinterrücken fast einfarbig dunkelroth. Bei allen ist die Unterseite sehr wenig behaart und die schwarz und weiss gesprenkelte Flankenlinie sehr deutlich.
Ipemba und Nsangawi westlich vom Semliki im Urwald auf hohen Bäumen (Emin und Stuhlmann); Ntebbi und Napoleons-Golf (Neumann). Sehr wahrscheinlich bis zum Kagera im deutschen Schutzgebiet.
Bei den Wambuba: »Ebanga« oder »Buhu«, bei den Wakondjo: »Mhoko«, bei den Wahoko: »Abingo«.
Familie: MYOXIDAE. Bilche.
Ohren gross, fast nackt; vorn 4, hinten 5 Zehen mit Krallen; Schwanz so lang wie der Körper, dicht behaart.
Die Siebenschläfer leben wie die Eichhörnchen und bewohnen Afrika, Europa und die gemässigten Breiten von Asien.