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P. M A T SCIII K.
Familie: ERINACEIDAE. Igel.
Körper auf dem Rücken und an den Seiten mit runden Stacheln besetzt; Beine kurz; Schnauze zugespitzt; Schwanz sehr kurz.
Leben in Europa, Asien und Afrika.
Gattung: Erinaceus L. 1758. — Igel.- Mit den Kennzeichen der Familie.
73. Erinaceus albiventris Wagn. — Igel.
Wagner in Schreber’s Säugethiere Suppl. 1841 B. II, p. 22 No. 4.
Gesicht und Wangen schwarzbraun; Stirnbinde und Unterseite rein weiss; Füsse bei jungen Thieren schwarzbraun, bei alteren Exemplaren heller braun; Stacheln weiss mit mittlerem schwarzen oder rothbraunen Ring.
Tabora, Südliches Massai - Land (Fmin), Mpwapwa (Böhmer); auch von Ukamba ist diese Form bekannt.
Bei den Massai: Ussegess. Kinyamuesi: Kalungayeje.
Sollen nach Fmin in der Regenzeit häufig sein. Im August junge Igel.
Familie: CHRYSOCHLORIDAE. Goldmaulwürfe.
Vorderfüsse mit 4, Hinterfüsse mit 5 Zehen; Vorderbeine zu schaufelförmigen Krallen umgewandelt; Augen unter der Haut versteckt; Ohren in dem weichen, dichten Pelz verborgen; der Schwanz fehlt.
Die Goldmaulwürfe haben die Gestalt der Maulwürfe; der seidenartig weiche Pelz glänzt mit metallisch grünem oder rothem Schiller.
Gattung: Chrysochloris Lacep. 1801. — Goldmaulwurf.
Die Goldmaulwürfe leben sehr verborgen, graben sich lange und tiefe Gänge in die Erde und verlassen ihre unterirdischen Wohnungen nur sehr seiten. Man hat deshalb noch sehr geringe Kenntniss von ihrer Verbreitung und ihrer Lebensweise und bis vor wenigen Jahren glaubte man, dass sie auf Südafrika beschränkt seien. Neuerdings ist vom Congo frangais eine neue P'orm beschrieben worden, eine andere, nahe verwandte hat Stuhlmann am Runssoro entdeckt.
Da der Goldmaulwurf auch bei Inhambane südlich von Deutsch-Ostafrika lebt, so liegt die Wahrscheinlichkeit vor, dass diese Gattung auch noch in unserem Schutzgebiete aufgefunden wird.
Rücken dieser Thiere dunkelbraun mit grauen Haarspitzen sind. Die Schnauze und Füsse sind grau, rosa durchschimmernd.
Das einzige vorliegende Stück, ein Weibchen, wurde bei dem Lager Wukalala in Kinyavvanga westlich vom Semliki am 4. 1. 92 in einer Höhe von 950 Metern über dem Meere gefangen. Ohr 9:9 uun; der Schwanz 6 ,S cm, davon 1,6 cm auf die dicke, dicht behaarte \\ T urzel. Kopt mit Körper 6,5 cm, Hinterfuss 1,6 cm.
Diese form ist durch den langen Schwanz und die schwarzbraune Rückenfärbung ausgezeichnet.
Der Rücken ist schwarzbraun wie bei Talpa europaea, dem Maulwurf, und zeigt ziemlich starken Glanz. Die Reine sind ebenfalls schwarzbraun; die Unterseite ist tief aschgrau wie bei Ridgway, Nomenei. of eolors. Tfl. II, 14, aber glänzend. Der Schwanz ist ziemlich dicht mit dunklen Haaren besetzt.
Im Gebiss, welches demjenigen von Cr. martensi ähnlich ist, zeigen sich folgende Abweichungen:
Die Hinterkante des vorderen Hakens des ersten oberen Incisiven ist kürzer als die Entfernung ihrer vorderen Spitze von der Spitze des zweiten oberen Incisiven. Die Entfernung ii — puu ist 5 mm; H und pm4 im Oberkiefer sind ungefähr gleich breit, aber i :i ist fast doppelt so gross wie c und der vordere Höcker von pim ist wenig kleiner als c.