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Bd. 3 (1896) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : Wirbelthiere / Hrsg. unter Redaktion von K. Möbius
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Wenn es möglich ist, sammele man von jeder Thierart auch mindestens ein Skelett. Skelette werden so hergerichtet, dass man nach dem Abziehen der Haut und nach der Entfernung der Eingeweide die Muskeln an den Ansatzstellen durchschneidet und loslöst. Eine sorgialtige Präparation ist nicht nöthig, man kann die kleineren Eleischtheile am Skelett lassen. Hierauf le cT e man es einen Tag in Wasser, um das Blut auszuziehen, und trockne cs dann.

Skelette vergifte man nicht, verpacke sie aber stets abgesondert von Bälgen oder Teilen in besonderen Kisten mit den Schädeln nnd Beinknochen, welche zu den in anderen Behältern aufbewahrten Fellen gehören.

Kleinere Thierc kann man auch in Alkohol konserviren. Entweder man schält den Rumpf aus der Haut, schneidet am Hinterkopf, an den Kugelgelenken des Oberschenkels und den Schultergelenken den Körper heraus und legt die Haut, in welcher Kopf, Beine und Schwanz noch stecken, in Alkohol. Oder man öffnet nur die Plaut auf der Bauchseite, trennt diese rings um den Rumpf bis zur Wirbelsäule vom Körper los, durchschneidet die Bauchmuskulatur, wäscht die Bauchhöhle gut in W 7 asser aus, spritzt vom Maul und After Alkohol von 6o°/o in die Eingeweide und legt das Präparat in Alkohol. Nach einigen lagen wechselt man denselben und legt das Präparat mit anderen Fellen oder Alkohol­objekten in das Sammelgefäss. Man achte darauf, dass der Alkohol stets klar bleibt.

Viele Säugethiere werden von Schmarotzern bewohnt. Diese sind gewöhnlich für die Wissenschaft sehr werthvoll und deshalb möge man nicht versäumen, alle Zecken, Milben, Phngeweidewürmer etc., sorgfältig mit PTikettcn versehen, in Alkohol zu konserviren. Im Darm, im Magen, in der Nasenhöhle, den Luftröhren und der Lunge ist nach Parasiten zu suchen.

Embryonen von Säugethieren konservire man mit dem Uterus in Alkohol.

Abkürzu ngen:

L. = Länge des Rumpfes von der Nasenspitze zum After mit einem Bandmaass über den Rücken gemessen.

c, = Länge des Schwanzes vom After bis zur Schwanzspitze, h. = Länge des Unterarmes vom Ellenbogen bis zur Handwurzel.

( )i = die Art ist noch nicht in Deutsch-Ost-Afrika nachgewiesen.

= die Art ist nur für die zum Kongogebiet gehörigen Gegenden zu erwarten. * = hie Art lebt sowohl auf der Wasserscheide zwischen dem Tschad-See und dem Kongo, als auch im Osten des Victoria Nyansa; vielleicht im nördlichen Massai-Lande zu erwarten.

Systematischer Index.

Klasse : Mammalia.

1. Ordnung: Primates, Affen

Pamilie: Simiidae, Menschenaffen.

Gattung: Anthropopithccus Blainv. .

'"'i. Anthropopithccus troglodytes (L.)

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