Leitsätze.
1. In Posen und Westpreußen wohnen zusammen mehr Deutsche als Polen.
Nach der Volkszählung von 1910 waren in den Provinzen Posen und Westpreußen insgesamt vorhanden: 1 904 663 Deutsche und 1861942 Polen, also 50,57 A Deutsche.
2. Drei Regierungsbezirke (Danzig, Marienwerder und Bromberg) sind überwiegend deutsch; im vierten (Posen) wohnen verhältnismäßig ebensoviel Deutsche, als Polen in Ostgalizien wohnen.
Regierungsbezirk
Deutsche
Polen
Danzig .
... 72,10 H
27,62 U
Marienwerder . ...
... 59,55 K
40,33
Bromberg.
... 50,00 L
49,91 A
Posen .
... 32,23 H
67,64 H
Aber die Deutschen sind im Regierungsbezirk Posen noch etwas stärker vertreten als die Polen in dem von ihnen beanspruchten Ostgalizien.
3. Die deutschen Minoritäten in den überwiegend polnischen Kreisen sind größer als die polnischen Minoritäten in den überwiegend deutschen Kreisen.
In allen Kreisen, die über 50 U Polen haben, leben nicht weniger als 670 000 Deutsche. Umgekehrt leben in den Kreisen, die über 50 U Deutsche haben, nur 364 000 Polen. Würde man also schematich die überwiegend polnischen Kreise zu Polen schlagen, so würden beinahe doppelt so viel Deutsche unter polnische Herrschaft gelangen, als Polen unter deutscher Herrschaft bleiben würden.
4. Deutsche und Polen fitzen untrennbar durcheinander.
Nur in 32 Kreisen von 72 in beiden Provinzen hat eine Nationalität eine Dreiviertelmehrheit, die Polen in 18, die Deutschen in 14 Kreisen. In den übrigen 40 Kreisen sprechen
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