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im Landschaftsbild nicht abheben. Ob überhaupt durch das Roden ganze Wälder vollkommen verschwinden können, scheint in einem so dünn besiedelten Land sehr fraglich; erst langjährige genaue Beobachtung kann hier zum sichern Ergebnis führen. Das seit etwa 20 Jahren verlassene große Häuptlingsdorf Mboaga — im Waldgebiet nordwestlich von Ngambe — ist heute schon wieder ganz von Sekundärwald überwuchert; hier hat Menschenhand eine künstliche Savanne sicher nicht geschaffen.
Die heute bebaute Ackerfläche tritt kaum in die Erscheinung, denn die Felder, die um die mittelgroßen und kleinen Ortschaften liegon, bilden keine zusammen hängende Fläche, sondern sind hie und da als Parzellen zwischen Wald und Grasflur eingesprengt. Daß jedem Dorfbewohner die Wahl des Ackerlandes freisteht, begünstigt diese verstreute Lage der Felder. Auch die Brach Wirtschaft trägt dazu bei; da die Brachzeit die Bestellzeit gewöhnlich um das Doppelte übertrifft, muß das Brachland, das ziemlich rasch wieder von Gras, Buschwerk und Sekundärwald bedeckt wird (Tafel 16, Abbildung 2), stets mindestens die doppelte Fläche der bestellten Äcker einnehmen.
Die unregelmäßige Form der verstreuten Felder, die kahlen Baumstämme auf ihnen und besonders die eben erst der Brache überlassenen Stücke dazwischen, auf denen neben Gras und Unkraut noch einzelne selbstausgesamte Getreidehalme, Kürbisse und Bataten wachsen, geben ein Gesamtbild, das dem Europäer den Eindruck von Unordnung und Nachlässigkeit macht. Dieser Eindruck täuscht aber, denn innerhalb dieser scheinbaren Unordnung sind die einzelnen eben bebauten Felder mit großer Sorgfalt angelegt und ordentlich gehalten. Die Art der Feldanlage ist ganz verschieden; häufig sieht man den Boden in kleinen runden oder ovalen Beeten angohackt, häufig in langen Reihen. Das hängt einfach davon ab, ob das Feld von einem Einzelnen oder in gemeinsamer Arbeit von mehreren Menschen gehackt wurde. Der Einzelne hackt von einem Punkt aus um sich herum, arbeiten mehrere Hörige auf dom Feld des Großmanns oder Häuptlings zusammen, hacken sie in Reihen neben einander.
Sehr charakteristisch sind Mischkulturen von verschiedenen Pflanzen, besonders von rankenden Gewächsen und Halmen, so von Kürbis und Mais, der Eingeborene ist so der Mühe enthoben, den Ranken besondere Stützen zu geben.
Die unmittelbare Umgebung der menschlichen Wohnung aber macht häufig den Eindruck eines Gartens. Nutzpflanzen jeder Art und Größe stehen hier in dichten Gruppen bei einander; die graziösen Wedel der Ölpalme, die hellgrünen Bananenblätter, die buschige Kassada und die Riesenblätter des Makabo über den flachen Rabatten einiger Süßkartoffeln geben zusammen ein hübsches, anmutiges Bild (Tafel 17).
Die soziale Wertung des Hackbaus
Der Hackbau wird im Ost-Mbamland von beiden Geschlechtern gemeinsam betrieben, nicht, wie vielfach in den westlichen Grashochländern und im Waldland von den Weibern allein. Jedem, der von Süden oder Westen kommt,