Der Blick vcm Lnlnciburg nach Norden über den Hlnß bin.
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Einundzwanzltsftes Capitel.
Vifsmanns Euluaburg.
Die Arbeiten am mittleren Kassai sind abgeschlossen. Mit guten: Gewissen kann ich nunmehr diese Gegend verlassen und mich neue:: Aufgaben zuwenden. Dadurch, daß ich die zunächst etwas unbeabsichtigte Reise in das Kioque- gebiet durchführte, war ich auf neue Bah:: gedrängt worden. Die Aufklärung, die ich in Mange hinsichtlich der Bassongo-Mino und der Mongo in: großen Kongobogen erhalten hatte, ließ es nur weniger wünschenswert erscheinen, den Schwerpunkt meiner Tätigkeit und Forschung nach den: Norden zu verschieben, wie ich dies ursprünglich vorhatte. Anderseits hatte ich immer mehr von ethnologischen und religiösen Überlieferungen aus dem Süden vernommen. Die eigenartige Moral, die mit den: Riambakultus in alten Zeiten verbunden war, beanspruchte in: weitesten Umfang mein Interesse. Ich mußte nur ferner sagen, daß das Ausgangszentrum, aus dem die alte Bakubakultur hervorgegangen sein müsse, so weit entfernt liegt, daß es nicht möglich sein könne, eine Aufklärung während dieser Reise zu erlangen. Endlich war es mir deutlich geworden, daß die heutigen Bassonge nichts anderes sein könnten als Balubaverwandte, und daß die Lubaverwandtschaft durch eine Reise nach den: Süden aufgeklärt werden könne. In: Süden wohnten auch die Pfahlbau- Bakete. Alles in allem also blieben viel mehr Anhaltspunkte für erfolgreiche Forschung in südlicher als in nördlicher Richtung.
Es ist vielleicht hier am Platze, nochmals auf die Eigenart der heutigen Forschung gegenüber den alten Pionierreisen einzugehen. Es handelte sich früher darum, vor allen Dingen eine allgemeine Übersicht über die Tatsachen