Art des Reifens in Innerafrika: Das ^tablboot.
Zwölftes Rapitel.
Wanderungen Lin Bakubaland.
Wir befanden uns in Bena Makima, also endlich im Bakubalande. Wie lange hatte ich mich danach gesehnt, mit diesem Volke selbst in Beziehungen treten zu können! Zwölf Jahre! Ich war also gerade für das Studium dieser Leute gut vorbereitet in Afrika eingekehrt. Aber dann war nur auch sogleich die Kunde von einem Kriege der Bakuba zuteil geworden. Es war Reverend Mr. Sieg, der mit uns auf der „Leopoldville" angekommen war, mit den: ich in der nächsten Zeit so manche Plauderstunde verbrachte, und der mir bei der Ankunft im Bomma die erste Mitteilung von dem Bakubakriegc machte. In Dima hatte ich Bestätigung gefunden und dann gehofft, daß diese bösen Zustände nicht allzulange währen möchten. Aber noch in Mange hörte ich von der Verwundung Questieaux', die neuen Datums sein mußte, und als ich nun bei Bena Makima meine ersten Besuche in den Dörfern der Alteingesessenen machte, da nahm ich alsbald wahr, daß die Wogen der Erregung nur oberflächlich geglättet waren. Es brauchte Monate, bis die Bakuba sich soweit an mich gewöhnt hatten, daß sie mir mit Vertrauen entgegenkamen, sie taten das eigentlich erst, als ich zum zweiten Male, aus dem oberen Kassai zurückkehrend, in ihren: Lande Einzug hielt. Dann hat es gewährt und sich bewährt, so oft ich wieder mit den Leuten am Lulua oder Sankurru zusammenkam. Mir selber war es nicht möglich, die Bakubasprache so weit zu erlernen, daß ich die Leute direkt verstehen konnte. Es ist anscheinend bei weitem die schwerste Sprache des Kassaigebietes. Aber ich fand unter meinen Leuten zwei alte Bakubasklaven von Balubaherkunft, die im Bakubaidiom groß geworden waren. Dann half nur in Jbanschi Mr. Philipps bei der Übersetzung der mir zuteil gewordenen Auskünfte, und endlich gelang es mir, einen richtigen Mukuba,
Frobenius, Kongo. 14