Rassailandschaften: Der Poggeberg.
LUKW
Zehntes Capitel.
^luf dem mittleren Aassar.
' Air: 19. Mai 1905 trug Mitschakila am Kuilu früh morgens ein graues Nebelkleid; so lag die „Marie" noch zwei Stunden schnaubend aber bewegungslos am Strande. Man konnte es nicht wagen, bei solchem Nebel den Strom hinunter zu fahren. Uns blieb demnach Zeit, noch einmal mit dem guten Kameraden Mignon alles Erlebte kurz zu überblicken. Ich wanderte noch einige Male durch unsere alte Hütte, und wenn ich mir dabei die Aufgabe gestellt hatte, etwa Vergessenes aufzulesen, so war es wohl nicht dieser unwesentliche Kram, der mich länger als nötig in den einen oder andern Winkel schauen ließ. Ich hatte ja hier so viel, so sehr viel erlebt! Für mich ist in Mitschakila eine neue Welt des Lebens und der Erfahrung erstanden. Die erster: Monate, irr denen der in heimatlicher Studienarbeit aufgewachsene Gelehrte die Forscherarbeit in Afrika beginnt, sind für ihn die maßgebenden. Es ist die Zeit, in der er damit abzurechnen hat, was den mitgebrachten Vorstellungen und Tatsachen entspricht. Theorie und Praxis ringen miteinander, urrd in den erster: Monaten der Afrikaforscherarbeit legt er den Grundstein für spätere intensive urrd vergleichende Tätigkeit. Sicherlich wird im Laufe der Zeit vieles modifiziert. Man lernt noch irr manchen Punkten um, aber die praktische. Grundlage ist geschaffen. — Dieser: Wert hatte für mich das Mitschakilaleberr.
Wir sind dann irr großer Eile mit der „Marie" nach Durra gedampft. Wir lagen für einige Stunden zuerst irr Kongo. Als wir hinauffuhren, konnte ich hier dein armen Wautiers die Augen zudrücken. Jetzt lebte hier eirr eigenartiger Geselle, der irr größter Liebenswürdigkeit einer: herrlich gebraterrerr Vogel für urrs als Mittagsmahl auf den Stearrrer sandte, der rreberr kaufmännischer Tätigkeit, englisch-ethnologische Bestrebungen hegte urrd in wohlwollender Weise sich bereit zeigte, mir die notwendigen völkerkundlicher: Theorien zu erschließen. Es war so der echte Typus des Kongo: vor: Geburt Ungar, durch Erziehung